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Remis reicht nicht für ÖFB-Junioren

Ukraine - Österreich 2:2
Die ÖFB-Auswahl kam gegen die Ukraine nicht über ein Unentschieden hinaus und verpasste damit das Halbfinale.

Die unterhaltsame Partie der Gruppe A fand keinen Sieger, damit verpassten beide Teams das Halbfinale.
Highlights: Ukraine 2-2 Austria

Olexandr Zubkov bringt die Ukraine nach 14 Minuten in Führung
Österreich kommt durch Marko Kvasina zum Ausgleich
Valeriy Luchkevych besorgt die neuerliche Führung der Ukraine
Das späte 2:2 geht erneut auf das Konto von Kvasina
Die Ukraine belegt den letzten Platz in der Gruppe A und scheidet wie der Gruppendritte Österreich aus

Die ÖFB-Junioren hätten die Partie gegen die Ukraine in Veria gewinnen müssen, um das Halbfinale der UEFA-U19-Europameisterschaft zu erreichen, doch nach zweimaligem Rückstand reichte es nur zu einem 2:2-Unentschieden.

Die Mannschaft von Hermann Stadler wurde in der 14. Minute kalt erwischt, als Olexandr Zubkov einen intelligenten Rückpass von Denys Arendaruk zum 1:0 für die Ukrainer verwertete. Die Österreicher, die zudem im Parallelspiel auf Frankreich angewiesen waren, taten sich gegen die gut organisierten Ukrainer sehr schwer. Ihre beste Chance in der ersten Halbzeit hatte Adrian Grbic, sein abgefälschter Schuss landete am Pfosten.

Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel ließ Marko Kvasina sein Team wieder hoffen. Bei seinem Schuss in den oberen Torwinkel war Vadym Soldatenko machtlos, damit war die Partie wieder völlig offen. Die Ukrainer waren bei Kontern brandgefährlich und hatten zweimal Pech, dass Zubkov und Viktor Tsygankov nur Aluminium trafen.

In der 63. Minute ging die Truppe von Olexandr Holovko erneut in Führung. Beka Vachiberadze spielte einen herrlichen Pass auf Valeriy Luchkevych, der das 2:1 für die Ukrainer markierte. Österreich gab auch nach dem neuerlichen Rückstand nicht auf und kam erneut zum Ausgleich, wieder durch Kvasina.

Die ÖFB-Junioren hätten noch ein weiteres Tor zum Halbfinal-Einzug benötigt, doch obwohl sie am Ende alles nach vorne warfen, fiel kein weiterer Treffer.

Stimmen

Hermann Stadler, Trainer Österreich
Wir sind im Moment sehr enttäuscht und niedergeschlagen, dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben - zumal Frankreich mit dem Sieg gegen Griechenland für uns gespielt hat. Aber wir konnten heute in keiner Phase des Spiels an unsere Leistungen aus den ersten beiden Partien anknüpfen. Wir waren zu fehleranfällig im Passspiel, konnten kaum Druck erzeugen und auch das Spiel gegen den Ball hat nicht wie gewohnt funktioniert. Wir hatten uns für dieses Match viel vorgenommen. In den ersten 20 Minuten wollten wir hohen Druck erzeugen und ein schnelles Tor erzielen. Im Turnierverlauf haben wir fünf gute Halbzeiten gespielt, die erste Hälfte heute war schwach. Die Mannschaft ist zwar deutlich verbessert aus der Kabine gekommen, aber selbst der schnelle Ausgleich konnte keine Sicherheit in unser Spiel bringen. In der Schlussphase haben die Spieler wieder Moral bewiesen und bis zum Ende versucht, das Unmögliche doch noch möglich zu machen.

Für die Spieler war dieses Turnier ein super Erlebnis. Jeder konnte sich mit den besten Spielern dieses Jahrgangs in Europas messen. Jetzt gilt es, die gewonnenen Erfahrungen im täglichen Training in den Vereinen sowie in der individuellen Arbeit in allen Bereichen umzusetzen, damit der nächste Entwicklungsschritt in der Karriere erfolgen kann. Man kann sehr stolz darauf sein, was die Mannschaft in den letzten Jahren erreicht hat - sie war bei allen möglichen Endrunden vertreten.

Olexandr Holovko, Trainer Ukraine
Ich denke, unsere Siege liegen noch vor uns. Wir freuen uns, dass wir uns für dieses Turnier qualifizieren konnten. Das Niveau hier war enorm hoch. Leider konnten wir nicht unser wahres Potenzial abrufen und zeigen, was wir wirklich können.

Es kommt nun auf die Spieler selbst an, ob sie den nächsten Schritt machen werden. Wenn sie ihr Niveau steigern können und sich nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen, dann können sie es schaffen, denn der Fußball entwickelt sich: es geht immer mehr um Geschwindigkeit und Durchsetzungsfähigkeit, und auf diesen beiden Gebieten müssen wir sie noch verbessern.

Österreichs Marko Kvasina mit Ukraine-Schlussmann Vadym Soldatenko
Österreichs Marko Kvasina mit Ukraine-Schlussmann Vadym Soldatenko©Sportsfile