DFB-Junioren erwarten Geduldsspiel

Vor dem Halbfinalduell gegen Österreich sind Deutschlands Mittelfeldspieler Marc Stendera und Joshua Kimmich zuversichtlich, dass sich das risikoreiche Spiel erneut bewähren wird.

Deutschlands Joshua Kimmich enteilt dem Ukrainer Viktor Kovalenko
©Getty Images

Deutschland kann bei der UEFA-U19-Europameisterschaft zum dritten Mal das Endspiel erreichen, allerdings wissen Marc Stendera und Joshua Kimmich auch, dass im Halbfinale gegen Österreich eine Menge Arbeit wartet.

Die Mannschaft von Marcus Sorg hat beim Sieg gegen die Ukraine eine starke Leistung abgeliefert und konnte die Fehler, die man am zweiten Spieltag gegen Serbien gemacht hatte, wieder abstellen. "Unser Ziel war das Halbfinale und das haben wir nun geschafft", so Stendera gegenüber UEFA.com. "Darüber sind wir glücklich, doch jetzt konzentrieren wir uns auf das Spiel gegen Österreich und hoffen, auch danach Grund zur Freude zu haben."

"Mannschaften wie die Ukraine ziehen sich zurück und warten auf Fehler, deswegen war uns klar, dass wir nicht die gleichen Fehler wie gegen Serbien machen dürfen", fügte Kimmich hinzu. "Wir haben deutlich weniger Fehler gemacht, auch wenn Fehler ganz normal sind. Wenn man keinen risikoreichen Ball spielt, dann kommt man nicht weiter. Es hängt alles von der Situation ab. Manchmal macht es mehr Sinn, einen sicheren Ball zu spielen, manchmal kann man auch etwas mehr riskieren."

Und welche Art von Spiel darf man nun im Halbfinale erwarten? "Ich denke, Österreich wird tief stehen und mit vielen Spielern hinter dem Ball agieren", erklärt Kimmich und Stendera fügte hinzu: "Ein frühes Tor wurde uns helfen, denn es würde einen tiefstehenden Gegner dazu zwingen, etwas zu ändern. Aber wichtig ist vor allem, dass wir den Ball gut laufen lassen."

Marc Stendera bei der U17-Endrunde 2012
Marc Stendera bei der U17-Endrunde 2012©Getty Images

In der Partie gegen Österreich kommt es für Kimmich zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten. "Ich kenne [Österreichs Verteidiger] Francesco Lovric sehr gut, wir sind beim VfB Stuttgart zusammen auf das Internat gegangen. Wir haben eigentlich keinen Kontakt mehr, aber ich freue mich, ihn zu treffen. Österreich ist ein Gegner wie jeder andere, aber es ist ein EM-Halbfinale und deshalb ist es ein extrem wichtiges Spiel. Ich weiß, dass es zwischen Österreich und Deutschland eine große Rivalität gibt, aber vielleicht bedeutet dies Österreich etwas mehr als uns."

Stendera berichtete derweil von einer früheren Begegnung mit dem ÖFB-Nachwuchs. "Wir haben bei einem U17-Freundschaftsspiel [im April 2012] mal 2:1 gegen sie gewonnen", so der Mittelfeldspieler, der damals beide Tore erzielte. "Wir werden vorbereitet sein. In einer K.-o.-Runde ist alles anders. Entweder man gewinnt oder man verliert. Deshalb muss man auch diesen Tick mehr konzentriert sein."

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