Selke macht Werbung in eigener Sache

Davie Selke war mit zwei Toren Matchwinner der DFB-Elf beim 3:0-Auftaktsieg gegen Bulgarien. Der Stürmer von Werder Bremen hofft nun, dass sich sein Trainer Robin Dutt über seinen Galaauftritt in Györ informiert.

Davie Selke (hinten) feiert das 3:0, seinen zweiten Treffer des Abends
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Davie Selke war nach dem Auftaktsieg der deutschen U19 bei der UEFA-Europameisterschaft in Ungarn hochzufrieden: zum einen mit der Leistung seines Teams, zum anderen mit seiner persönlichen Vorstellung, schließlich gelangen dem Stürmer von SV Werder Bremen in Györ gleich zwei Tore zum 3:0-Sieg der DFB-Auswahl gegen Bulgarien. Als "definitiv sehr glücklich" beschrieb er seinen Gemütszustand nach dem Schlusspfiff. "Es ist unheimlich wichtig, in so ein Turnier mit einem Sieg zu starten und ich bin sehr glücklich, dass ich mit zwei Toren dazu beitragen durfte."

Sein erstes Tor erzielte er per Volley nach nicht einmal 60 Sekunden, besser hätte es für Selke und die DFB-Elf kaum laufen können. "Alle haben mir prophezeit, ich würde ein frühes Tor schießen und ich habe gesagt, 'Warten wir's mal ab!''", erklärte er gegenüber UEFA.com. "So ein toller Start mit einem frühen Tor war sehr wichtig und hat uns enorm geholfen."

Nach dem 1:1 zwischen Serbien und der Ukraine im zweiten Spiel der Gruppe B führt Deutschland die Tabelle an, ist aber laut Selke noch keineswegs im Halbfinale. "Das war sehr, sehr wichtig. Wir gehen die Sache Schritt für Schritt, Spiel für Spiel an. Wir müssen noch konzentrierter spielen, weniger oft den Ball verlieren und das nächste Spiel gewinnen."

In der letzten Saison gelangen dem hoch gewachsenen Stürmer für Bremens U23 in der Regionalliga neun Tore in 18 Spielen, aber das soll noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. "Ich fühle mich im Moment sehr gut drauf", sagte Selke. "Es macht unheimlich Spaß, für Deutschland zu spielen und bei einem großen internationalen Turnier ist es sogar noch schöner."

"Bei Bremen bin ich inzwischen in die Profimannschaft befördert worden, ich habe schon ein bisschen Profiluft geschnuppert und fühle mich dort sehr wohl. Ich weiß, dass mein Trainer Robin Dutt in engem Kontakt mit [DFB-Trainer] Marcus Sorg steht und sich unsere Spiele vielleicht sogar anschaut. Ich glaube nicht, dass gute Leistungen hier für mich ein Nachteil sind."

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