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In der Pause kam die Wende

Frankreichs Linksverteidiger Timothée Kolodziejczak war nach dem Finalsieg gegen Spanien glücklich, denn endlich war die Revanche gelungen. Grund für den Triumph war der Auftritt in der zweiten Hälfte.

Die Franzosen Timothée Kolodziejczak (links) und Loïc Nego mit dem Pokal
Die Franzosen Timothée Kolodziejczak (links) und Loïc Nego mit dem Pokal ©Sportsfile

Für Timothée Kolodziejczak war die Erinnerung an die bittere Niederlage Frankreichs vor zwei Jahren gegen Spanien ein guter Ansporn, diesmal die Iberer im Finale der UEFA-U19-Europameisterschaft zu besiegen.

Die von Francis Smerecki gecoachte Elf verlor das Endspiel der UEFA-U17-Europameisterschaft 2008 mit 0:4 gegen jene Spanier, gegen die sie nun auch im Finale der U19-Ausgabe bestehen mussten. Die Spanier gingen jedoch in Caen mit einer 1:0-Führung durch Rodrigo in die Pause. ''In der ersten Halbzeit wurden wir von einem sehr guten spanischen Team dominiert", so Kolodziejczak später. "Nach der Halbzeit wurden wir jedoch mental und physisch, aber auch in den Zweikämpfen stärker. In der Halbzeit sahen wir uns an und sagten uns gegenseitig, dass es die gleiche Situation und der gleiche Zwischenstand sei wie vor zwei Jahren und dass wir nun physisch nicht einbrechen dürfen."

Doch fünf Minuten nach Anpfiff  der zweiten Hälfte glich Gilles Sunu  für Frankreich aus, ehe Alexandre Lacazette kurz vor Schluss zum Matchwinner avancierte und Les Petites Bleus den Pokal bescherte. ''Vor zwei Jahren haben wir das Finale verloren und wissen was das bedeutet,'' fügte Kolodziejczak an.'' Wir wussten schon vor dem Spiel, dass wir gewinnen müssen, um nicht wieder etwas Derartiges zu erleben. Wir spielten außergewöhnlich in der zweiten Habzeit, gingen in Führung und gewannen verdient.''

Der Linksverteidiger von Olympique Lyonnais war zu einer wichtigen Stütze des Teams geworden, während sein Mitspieler auf der rechten Seite eine Chance von Sergio Canales zuließ, die der Spanier allerdings nicht nutzen konnte, kurz bevor Sunu traf. ''Das war ein wichtiger Wendepunkt", sagte Loïc Nego. "Wir waren ein bisschen zu lässig in der ersten Halbzeit, als Spanien klar besser war, aber in der Kabine redeten wir und erinnerten uns, wie wir zu Hause sitzen und uns Vorwürfe machen würden. In der zweiten Halbzeit wankten wir nicht, wir spielten unser Spiel und waren körperlich überlegen. Wir fühlten, dass Spanien ein wenig müde wurde und wir nutzten es, um sie herauszufordern."

Der Außenverteidiger lobte die mit 20 000 erschienenen Zuschauer im Michel-d'Ornano als ''zwölften Mann, der den Unterschied machte'', und Kolodziejczak zollte außerdem dem Heimvorteil Tribut. ''Wir wussten, dass wir nach vorne spielen müssen - für die Fans, die uns das ganze Turnier begleitet haben. Wir wollten uns das nicht alles mit einer Finalniederlage verderben", sagte er, glücklich über die Belohnung für die lange Arbeit. ''Über vier Jahre haben wir gearbeitet wie verrückt. Die letzten anderthalb Monate taten wir alles, um hierhin zu kommen. Nun haben wir das Finale gewonnen und sind stolz. Ich habe momentan keine Worte dafür. Es ist schwierig zu begreifen, aber jetzt werden wir es erstmal feiern. Wir sind das beste Team in Europa; keiner ist besser in unserer Generation.''