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England gegen Erzrivalen ins Finale

England - Frankreich 3:1 n. V.
Nathan Delfouneso erzielte in der Verlängerung zwei Tore, während beim Gegner drei Spieler vom Platz gestellt wurden.

Henri Lansbury nimmt Glückwünsche für seinen Ausgleich entgegen
Henri Lansbury nimmt Glückwünsche für seinen Ausgleich entgegen ©Sportsfile

England hat sich zum zweiten Mal für das Finale der UEFA-U19-Europameisterschaft qualifiziert. Dank zweier Tore in der Verlängerung durch Nathan Delfouneso wurde das am Ende auf acht Mann dezimierte Frankreich geschlagen.

Rückstand aufgeholt
Frankreich, Europameister von 2005, legte in Donezk einen perfekten Start hin, als Magaye Gueye für die frühe Führung sorgte, aber England, das vor vier Jahren im Halbfinale gegen den gleichen Gegner die Segel streichen musste, glich kurz vor der Halbzeit durch Henri Lansburys drittes Tor im dritten Spiel aus. Als nur noch 19 Minuten zu absolvieren waren, erhielt der französische Rechtsverteidiger Sébastien Corchia seine zweite Gelbe Karte und wurde deshalb vom Platz gestellt. Die Partie ging in die Verlängerung, in der die Engländer bereits in der zweiten Minute durch Delfouneso den Führungstreffer erzielten. 13 Minuten später legte er ein Tor nach und machte damit alles klar. Kurz darauf wurden mit Ryad Boudebouz und Abdel El Kaoutari zwei weitere Franzosen des Feldes verwiesen.

Frühe Führung
Der französische Trainer Jean Gallice änderte seine Mannschaften gegenüber dem Gruppenspiel gegen Spanien, in dem Platz zwei gesichert wurde, auf vier Positionen. Dies tat dem flüssigen Spiel der Franzosen aber keinen Abbruch, und so gingen sie in der achten Minute in Führung. Jason Steele hatte bereits gegen Gueye und Emmanuel Rivière retten können, aber bei der nächsten gefährlichen Aktion, als Yacine Brahimi sich gegen Rechtsverteidiger Kieran Trippier durchsetzte und den Ball zu Gueye spielte, welcher die Kugel am langen Pfosten im Gehäuse unterbringen konnte, war er machtlos. Fortan bestimmten zunächst Les Mini-Bleus das Geschehen, wofür vor allem Ryad Boudebouz verantwortlich war, der die Fäden im Mittelfeld zog.

Ausgleich durch Lansbury
Dennoch dachte England gar nicht daran, sich unterkriegen zu lassen und hätte in der 33. Minute um ein Haar durch den ungedeckten Innenverteidiger Matthew Briggs den Ausgleich erzielt, wenn dessen Volley nach einem langen Freistoß von Joe Bennett etwas genauer gekommen wäre. Die Mannschaft aus Frankreich aber nahm diesen ersten Warnschuss nicht für bare Münze und verursachte bald den nächsten Freistoß. Der Schuss von Danny Drinkwater landete in der Mauer, von wo er zu Lansbury sprang, der mit einem Flachschuss vom Strafraumrand ins untere Eck traf.

Doppelpack von Delfouneso
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte Gueye beinahe seinem frühen Tor einen zweiten Treffer folgen lassen, doch Steele war aus dem Strafraum herausgestürzt und konnte mit Mühe klären. Aber auch England meldete sich wieder, diesmal hielt Rémi Pillot ganz vorzüglich gegen Drinkwater, ehe der Torhüter zwei Chancen von Lansbury vereitelte. Die Männer von der Insel verstärkten den Druck und zwangen so Corchia zu einem Foul an Nile Ranger, so dass der Verteidiger seine zweite Gelbe Karte erhielt und vom Platz flog. Doch in den verbleibenden regulären Minuten wollte kein Treffer mehr fallen. Dies änderte sich, da nicht einmal zwei Minuten in der Verlängerung gespielt waren, als Delfouneso vollstreckte, nachdem Pillot zuvor den Schuss von Joe Mattock pariert hatte. Kurz vor Schluss erzielte er sogar das 3:1. Die Partie war zwar entschieden, dennoch ließen sich El Kaoutari und Boudebouz zu weiteren Fouls hinreißen, so dass sie ebenfalls des Feldes verwiesen wurden.