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Schweiz vor großer Herausforderung

Die Schweizer Nationalmannschaft hat heute zum Auftakt der UEFA-U19-Europameisterschaft 2009 in der Ukraine gleich eine ganz schwere Aufgabe. Erster Gegner in Donezk ist England.

Der Schweizer Nationaltrainer Claude Ryf fachsimpelt mit seinem englischen Kollegen Brian Eastick
Der Schweizer Nationaltrainer Claude Ryf fachsimpelt mit seinem englischen Kollegen Brian Eastick ©Sportsfile

Die Schweizer Nationalmannschaft hat heute zum Auftakt der UEFA-U19-Europameisterschaft 2009 in der Ukraine gleich eine ganz schwere Aufgabe. Erster Gegner in Donezk ist England.

Außenseiter
Die Eidgenossen zählen bei diesen Titelkämpfen zu den Außenseitern, was auch Cheftrainer Claude Ryf so sieht. "Wir sind die Kleinsten des Turniers", sagte der ehemalige Schweizer Nationalspieler (13 Einsätze), "aber wir fürchten keinen Gegner." Neben England, das dieses Turnier 1993 gewinnen konnte, ist Gastgeber Ukraine Favorit auf das Weiterkommen ins Halbfinale. Vierte Mannschaft in der Gruppe A ist Slowenien.

Von Spiel zu Spiel denken
Auf die Ambitionen angesprochen, wollte Ryf gegenüber uefa.com gar nicht so weit vorausdenken: "Unser erstes Ziel ist es, im ersten Spiel England zu schlagen." Ein schweres Unterfangen, aber die Schweizer können mit Selbstvertrauen in das Turnier gehen, ist doch die Teilnahme überhaupt schon eine große Leistung. In der Eliterunde im Juni überzeugte der Schweizer Nachwuchs gegen Schweden (3:1), Irland (6:1) und Gastgeber Belgien (1:1), so dass der Gruppensieg die erstmalige Qualifikation für ein U19-Turnier bedeutete.

Blick zurück
1997 schafften die Eidgenossen unter Köbi Kuhn zwar ebenfalls die Qualifikation, aber damals hieß diese Altersklasse noch U18. 2004 war die Schweiz als Gastgeber automatisch teilnahmeberechtigt, im Halbfinale in Fribourg gab es gegen die Türkei eine unglückliche 2:3-Niederlage gegen die Türkei.

Vorbereitung nicht optimal
Ein ähnlicher Erfolg wäre diesmal eine echte Überraschung, zumal Ryf davon sprach, dass die Vorbereitung alles andere als optimal war. Da im Gegensatz zu den anderen sieben Teilnehmernationen in der Schweiz die Liga schon begonnen hat, konnte die Mannschaft vor dem Abflug in die Ukraine nur ein gemeinsames Training absolvieren. Zudem reiste eine Handvoll Spieler erst nach den Ligaspielen am Wochenende hinterher. England hingegen bestritt ein zweiwöchiges Trainingslager.

Kein Druck
Der Schweizerische Fussballverband (SFV) selbst gibt keine Vorgaben für das Unternehmen EURO. "Jede Partie ist wie ein Cupspiel. Es wäre schön, wenn es im letzten Gruppenspiel gegen die Ukraine noch um etwas gehen würde", sagte Hansruedi Hasler, der Technische Direktor des SFV. Durchaus möglich, denn Ryf geht keineswegs pessimistisch ans Werk: "Wir sind sehr ausgeglichen. Wir haben eine sehr solide Defensive, unser Mittelfeld ist kreativ sowie physisch stark und der Sturm ist brandgefährlich." Vielleicht ja auch schon gegen England.