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U17-Teams vor Spielmanipulationen gewarnt

Die Spieler bei der U17-Endrunde sind über die Gefahren von Spielmanipulationen aufgeklärt worden. Die Botschaft für die Teilnehmer war unmissverständlich.

Seminar in der Turnierzentrale
Seminar in der Turnierzentrale ©Sportsfile

"Wir haben keine Alternative. Wir müssen den Kampf gewinnen, ansonsten ist der Fußball tot" - so die abschließende Botschaft von Ivaylo Ivkov, Mitglied im UEFA-Berufungssenat, bei einem Anti-Spielmanipulations-Seminar im Rahmen der UEFA-U17-Europameisterschaft.

Alle 16 Mannschaften, die an der Endrunde teilnehmen, erhielten eine Präsentation, in der sie nochmals eindrücklich vor den Gefahren der Spielmanipulation gewarnt wurden. Ivkov erklärte, warum Ausbildung und erhöhte Aufmerksamkeit unter jungen Spielern zu "den wichtigsten Zielen der UEFA" zählen. "Das Ergebnis eines Spiels muss bis zum Schlusspfiff offen sein", betonte er.

Spielmanipulation wird als "Beeinflussung des 'Resultats' einer Begegnung als Mittel zum Gewinn von hohen Geldsummen über Wetten" definiert und gilt als große Gefahr für die Existenz des Fußballs und vor allem seiner Integrität. Die UEFA fährt deshalb eine Null-Toleranz-Politik und schickt sich an, den im Wettgeschäft tätigen Personen einen Schritt voraus zu sein. Es ist eine mühevolle Arbeit: Ivkov sprach von über 90.000 Wettbüros weltweit.

©Sportsfile

Ivkov erklärte den Spielern, die sich im Hotel in Pomorie an der Küste des Schwarzen Meeres versammelt hatten, dass sich Spielmanipulationen nicht nur auf das Ergebnis einer Partie beziehen. Es handle sich dabei um sämtliche Aktionen, auf die man mittlerweile wetten kann, so wie die Anzahl von Verwarnungen, Toren, Foulspielen oder Einwechselungen.

Spieler sollten vorsichtig sein, Geschenke von Personen anzunehmen, die sich als Freunde ausgeben, schließlich könnten diese später versuchen, Einfluss auszuüben. "Es ist manchmal sehr schwierig, einen Mittelsmann für Spielmanipulationen von einer normalen Person zu unterscheiden. Ihr müsst in euren Karrieren vorsichtig sein", warnte Ivkov. Geld sei der einzige Motivationsfaktor hinter dem Übel. "Spielmanipulatoren kommen aus der Welt der organisierten Kriminalität. Sie sind nur an finanzieller Entlohnung interessiert. Es sind gefährliche Menschen. Wir wollen euch beschützen."

Wer sich in Spielmanipulation verstricken lässt, hat ein ernstes Problem. "Die Konsequenzen sind gefährlich und können euer Leben ruinieren. Nicht nur eure Karriere, denn Spielmanipulation ist eine Straftat", betonte Ivkov. "Wenn ihr einer Spielmanipulation zustimmt, wird man euch nie vergessen. Sie werden euch immer und immer wieder fragen und euch manchmal zwingen, es zu tun."

Zu den Sanktionen gehören lebenslange Spielverbote und Sperren für betroffene Vereine. Der Schlüssel zur Vorbeugung ist Aufmerksamkeit. Ivkov: "Wenn ihr angesprochen werdet, denkt daran, die Situation zu erkennen, abzulehnen und den Vorfall anschließend zu melden."