UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Ekberg im Endspiel an der Pfeife

Der frühere Polizeibeamte Andreas Ekberg ist als Schiedsrichter für das Finale der UEFA-U17-EM auf Malta nominiert worden. Im Vorfeld der Partie hat er sich mit UEFA.com unterhalten.

Andreas Ekberg im Quartier der Schiedsrichter in Ramla Bay
Andreas Ekberg im Quartier der Schiedsrichter in Ramla Bay ©Domenic Aquilina

Mit einem sicheren Arbeitsplatz als Polizist und einem Baby im Anmarsch war es sicherlich keine leichte Entscheidung für Andreas Ekberg, sich im Januar voll und ganz dem Job des Schiedsrichters zu verschreiben. Der Mut des 29-Jährigen aus Lund scheint sich auszuzahlen, sein Revier in Malmö zu verlassen und für den Schwedischen Fußballverband (SvFF) zu arbeiten, für den er seit 2009 Spiele in der ersten Liga leitet.

"Egal ob als Polizist oder Schiedsrichter, man kann die Leute nicht einfach anschreien und ihnen sagen, was sie zu tun haben", sagte Ekberg, der am Mittwoch das Finale der UEFA-U17-Europameisterschaft zwischen England und den Niederlanden leiten wird. "Man muss mit den Leuten auf humaner Ebene umgehen; wenn man das nicht kann, ist man in keinem Job gut."

"Ich habe bei diesem Turnier noch kein Spiel mit diesen beiden Teams geleitet, aber sowohl England als auch die Niederlande sind beide technisch sehr stark", so Ekberg weiter. Bislang war er Schiedsrichter von zwei Partien bei dieser Endrunde, Schottland gegen Portugal und Portugal gegen Deutschland. "Sie schießen viele Tore, was jedem Fußballfan gefällt. Hoffen wir, dass im Finale viele weitere Tore fallen werden."

Ekberg ist einer der aufstrebenden Schiedsrichter zwischen 27 und 31 Jahren, die schon auf der FIFA-Liste stehen. Wie sieht er seine Erfahrungen auf Malta? "Das waren zweieinhalb sagenhafte Wochen", meinte er. "Organisatorisch war es absolut perfekt – wir hätten nicht besser unterstützt werden können."

"Der härteste Teil ist, weg von meiner Tochter zu sein, sie war beim Zeitpunkt meiner Abreise erst sechs Wochen alt. Zum Glück schickt mir meine Frau jeden Morgen ein neues Foto, damit ich sehen kann, wie sie wächst!"

"Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird", meinte er. "Aber ich werde versuchen, so weit wie möglich zu kommen. Ich bin erst 29, ich habe also noch viele Jahre vor mir. Hoffentlich kann ich es bis an die Spitze schaffen."