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Sammer freut sich auf U17-EURO

Als Matthias Sammer 2006 vom Deutschen Fußball-Bund zum Technischen Direktor ernannt wurde, schrieb er sich die Jugendförderung auf die Fahne. Erste Erfolge könnte es nun bei der U17-EURO zu sehen geben.

Matthias Sammer, Technischer Direktor des Deutschen Fußball-Bundes, mit der Trophäe der UEFA-U17-Europameisterschaft
Matthias Sammer, Technischer Direktor des Deutschen Fußball-Bundes, mit der Trophäe der UEFA-U17-Europameisterschaft ©Getty Images

Als Matthias Sammer im April 2006 vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zum Technischen Direktor ernannt wurde, schrieb der sich die Jugendförderung als oberste Priorität auf die Fahne. Eine gute Gelegenheit, die Fähigkeiten der deutschen Nachwuchskicker unter die Lupe zu nehmen, bietet sich dem 41-Jährigen in den nächsten Tagen bei der UEFA-U17-Europameisterschaft in Deutschland.

Jugendentwicklung
Die Endrunde startet am Mittwoch in Erfurt mit der Partie Deutschland gegen die Türkei, dabei ist das große Ziel der Gastgeber das Erreichen des Endspiels am 18. Mai in Magdeburg. Seit der Wiedervereinigung hatte keine deutsche Juniorenmannschaft mehr das Endspiel einer EM erreicht, doch unter Sammer gelang 2007 der Einzug ins Halbfinale der U19-EM, ein Jahr später holte die U19 sogar den Titel. "Wir haben lange Zeit im Jugendbereich geschlafen", erklärte Sammer gegenüber uefa.com. "Jetzt haben wir neue Konzepte; Ich versuche, Mannschaften ab der U15 bis hin zur U17 und U19 aufzubauen, um sicherzustellen, dass es einen nahtlosen Übergang in die A-Nationalmannschaft gibt."

Starke Teams
In einer schweren Gruppe warten auf die deutsche U17 auch noch England und die Niederlande, in der anderen Gruppe befinden sich Titelverteidiger Spanien, Frankreich, die Schweiz und Italien. "Ich freue mich definitiv auf dieses Turnier", erklärte Sammer. "Wir haben acht starke Mannschaften und beide Gruppen sind etwa gleich stark."

Beispiel Spanien
Sammer, der Schütze des letzten Länderspieltores in der Geschichte der DDR und Gewinner der EURO '96™, hat in seiner aktiven Laufbahn fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Mit dem BV Borussia Dortmund gewann er 1997 die UEFA Champions League, außerdem wurde er 1996 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Nun glaubt er im aktuellen Kader des DFB-Teams mindestens zwei oder drei Spieler erkannt zu haben, die "frühe Anzeichen einer Top-Karriere" erkennen ließen, umso wichtiger sei nun der Erfolg im eigenen Land. "Bei der UEFA EURO 2008™ konnte man es gut erkennen", fuhr Sammer fort. "Es gab eine sehr starke spanische Mannschaft und zehn oder elf Spieler dieses Teams haben ihre ersten Schritte in den Jugendmannschaften unternommen. Es war sehr wichtig für sie, diese Erfahrung sammeln zu können."

"Fußball kennt keine Grenzen"
Er unterstrich aber auch, dass es bei der U17-Endrunde, die in zwölf Städten im Osten Deutschlands ausgetragen wird, um mehr gehe als nur um den sportlichen Wert. "Unser Motto ist: Fußball kennt keine Grenzen", sagte Sammer. "Wir wollen der Welt zeigen, dass es um mehr als nur ein Spiel geht und der Fußball auch eine gute Möglichkeit ist, Menschen zusammen zu bringen."