Jann-Fiete Arp: Deutschlands neue Sturmhoffnung?

Deutschland feierte mit dem 5:0 gegen Bosnien und Herzegowina einen Einstand nach Maß in die UEFA-U17-EURO, einer stach dabei besonders heraus: Stürmer Jann-Fiete Arp.

Jann-Fiete Arp und Deutschland starteten überragend in die U17-EURO
Jann-Fiete Arp und Deutschland starteten überragend in die U17-EURO ©Sportsfile

Als Stürmer ist es die Hauptaufgabe von Jann-Fiete Arp, Tore zu schießen, doch ein lupenreiner Hattrick innerhalb von 13 Minuten ist auch für den Mittelstürmer der deutschen U17-Auswahl nicht alltäglich.

Die DFB-Elf führte in ihrem Auftaktspiel der UEFA-U17-Europameisterschaft gegen Bosnien und Herzegowina nach Treffern von Lars Lukas Mai und Yannik Keitel zur Pause mit 2:0, ehe Arp aufdrehte und das Ergebnis in die Höhe schraubte.

"Besser kann eine Europameisterschaft für uns nicht starten. Das war eine richtig gute Mannschaftsleistung und gibt uns weiteres Selbstvertrauen", so Arp, der den schnellsten Dreierpack in der Geschichte der U17-Endrunde markierte, nach dem Spiel.

Der Mittelstürmer spielt seit 2015 für den Hamburger SV, ist dort Kapitän und eine Granate im Sturm. 26 Mal hat er in der B-Jugend alleine in dieser Saison getroffen – in nur 21 Spielen. In der A-Jugend war er auch schon aktiv: In vier Spielen war er dort zweimal erfolgreich. Kein Wunder also, dass ihn U17-Nationaltrainer Christian Wück mit zur Endrunde genommen hat. In der U17 hat er jetzt in zehn Spielen neun Mal getroffen.

Das Talent von Arp hat der HSV bereits erkannt und den 17-Jährigen im Winter prompt ins Trainingslager der Profis mitgenommen. "Hier sind die Gegner plötzlich 30 Jahre alt", erklärte er damals. "Es ist eine große Ehre für mich, dabei sein zu dürfen." Er scheint bei den Profis schon einiges gelernt zu haben, Trainer Markus Gisdol hat ihn auch in einem Testspiel während der Länderspielpause eingesetzt.

Mit 1,86 Metern ist Arp die große Nachwuchshoffnung im Sturmzentrum bei den Hamburgern. HSV-Teamkoordinator Marinus Bester ist voll des Lobes: "Fiete ist ein schneller Spieler und feiner Techniker mit einem guten Schuss." Diesen zeigte Arp auch bei seinem Tor zum zwischenzeitlichen 4:0 gegen Bosnien, als er von der Strafraumkante flach abzog - der Ball schlug unhaltbar neben dem Pfosten ein.

Doch Arp weiß, dass er sich für den Profibereich noch weiter verbessern muss. "Ich bin noch lange nicht da, wo ich als zentraler Stürmer sein möchte." Doch er hat auch eine Lösung dafür parat: "Man sollte sich jeweils die besten Fähigkeiten verschiedener Spieler heraussuchen und in sein Spiel einbringen."

Am nächsten Sonntag hat die zukünftige Perle Hamburgs im zweiten Gruppenspiel gegen Serbien die nächste Chance, sich zu beweisen. Und wer weiß, sollte der Mittelstürmer bei dieser U17-EURO weiter groß aufspielen, ist vielleicht schon bald ein Platz in der HSV-Profimannschaft frei.

©Sportsfile
©Sportsfile

 

Oben