Supershow: Barcelona mit fünf Toren zum fünften Sieg

Barcelona - Sevilla 5:4 n.V. Wie schon 2009 sorgt der eingewechselte Pedro Rodríguez mit einem Tor in Minute 115 für den Sieg Barcelonas im UEFA-Superpokal.

Der FC Barcelona sichert sich in Tbilisi in einem tollen Spiel durch ein 5:4 nach Verlängerung gegen Sevilla FC den UEFA-Superpokal
Éver Banega (3.) legt mit einem direkten Freistoß vor, ehe Lionel Messi (7./16.) mit zwei Freistoßtoren zurückschlägt
Nach der 4:1-Führung Barças durch Rafinha (44.) und Luis Suárez (52.) scheint alles entschieden, doch José Antonio Reyes (57.), Kevin Gameiro (72., Elfmeter) und Yevhen Konoplyanka (81.) erzwingen überraschend die Verlängerung
In der 115. Minute wiederholt sich Geschichte: Wie schon 2009 ist es der eingewechselte Pedro Rodríguez, der mit seinem Tor den Katalanen den Titelgewinn sichert
Für Barcelona ist es insgesamt der fünfte UEFA-Superpokal, womit man mit Rekordsieger AC Milan gleichzieht

Beide Mannschaften hielten sich nicht lang mit Taktieren auf und legten sofort los: Nachdem Javier Mascherano einen Konter per Foul unterband, schlenzte Éver Banega den fälligen Freistoß unhaltbar für Marc-André ter Stegen zur frühen Führung des UEFA-Europa-League-Siegers in die Maschen. Es war gleichzeitig das schnellste Tor jemals in der Geschichte des UEFA-Superpokals.

Danach folgte – wie so oft – die Show des Lionel Messi. Zuerst zirkelte er einen Freistoß fast von der Strafraumkante aus in den Winkel, knapp zehn Minuten später war er per Freistoß aus rund 25 Metern zum 2:1 erfolgreich – Sevilla-Schlussmann Beto war dran, konnte den Ball aber nicht halten. Es waren die Treffer Nummer 23 und 24 des Argentiniers im 20. Spiel gegen Sevilla.

Wie erwartet dominierte Barcelona mit gut 60 Prozent den Ballbesitz und auch das Geschehen auf dem Rasen, während der Ligarivale auf Gegenstöße lauerte. Zu diesen kam es aber nicht, die Katalanen traten gewohnt dominant auf und mussten kurz vor der Pause nur noch eine einzige brenzlige Szene überstehen, als Dani Alves vor dem lauernden Gameiro klären musste. Wenige Minuten später stand es 3:1 für den Favoriten: der bis dahin unauffällige Luis Suárez war enteilt, scheiterte zuerst frei an Beto, legte dann aber zurück auf Rafinha, der wuchtig vollenden konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spiel erst einmal nicht und so war es nur logisch, dass Suárez nach feinem Pass von Sergio Busquets erneut frei vor Beto erschien, dieses Mal die Nerven behielt und zum 4:1 einschoss. Ganz so einfach geschlagen wollte sich Sevilla aber nicht geben und verkürzte in der äußerst unterhaltsamen Partie nach Flanke von Vitolo durch eine Direktabnahme von José Antonio Reyes auf 2:4.

Als Gameiro 20 Minuten vor Schluss einen Foulelfmeter sicher verwandeln konnte, war Sevilla unerwartet ins Spiel zurückgekehrt und erzwang sogar noch die Verlängerung, da die eingewechselte Dortmunder Leihgabe Ciro Immobile im Fünfmeterraum querlegte und Yevhen Konoplyanka nur noch einschießen musste.

Die zusätzlichen 30 Minuten verliefen zunächst ereignislos, bis Messi fünf Minuten vor dem Ende der offiziellen Spielzeit wieder aus 18 Metern zum Freistoß antrat, an der Mauer scheiterte, dann einen kraftvollen Nachschuss lieferte, den Beto nur abklatschen konnte, so dass Pedro Rodríguez aus nächster Nähe zum Siegtreffer Barcelonas abstaubte. Fast hätte es doch noch das Elfmeterschießen gegeben, doch Coke und Adil Rami vergaben in den letzten Spielminuten Riesenchancen zum 5:5.

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