Gerrard zum wertvollsten Spieler gewählt

Liverpool FC-Kapitän Steven Gerrard wurde bei den UEFA Club Football Awards in Monaco als wertvollster Spieler ausgezeichnet.

Spieler aus dem englischen Fußball waren die großen Gewinner bei den UEFA Club Football Awards in Monaco. Am Abend vor dem Spiel um den UEFA-Superpokal, der traditionellen Eröffnung der neuen Europapokalsaison, und im Anschluss an die Auslosung der UEFA Champions League-Gruppenphase wurde Liverpool FC-Kapitän Steven Gerrard als wertvollster Spieler (Most Valuable Player) ausgezeichnet. Petr Cech und John Terry von Chelsea FC erhielten den Preis für den besten Torhüter bzw. besten Verteidiger.

Wichtige Tore
Gerrard war maßgeblich an Liverpools Champions League-Triumph 2004/05 beteiligt. Im Dezember 2004 erzielte er gegen Olympiacos CFP das entscheidende Tor, durch das die Mannschaft von Rafael Benítez überhaupt erst die K.o.-Runde erreichte. Beim Finale in Istanbul gegen den AC Milan krönte der englische Nationalspieler eine überragende Saison, indem er den ersten Treffer der Reds erzielte und damit eine spektakuläre Aufholjagd einläutete, in deren Verlauf sein Team nach 0:3-Rückstand im Elfmeterschießen gewann.

Erster Kapitän
Der 25-Jährige ist der erste Kapitän eines in der Champions League siegreichen Teams, der die Auszeichnung als wertvollster Spieler erhält. David Beckham (1999), Fernando Redondo (2000), Stefan Effenberg (2001), Zinedine Zidane (2002) und Deco (2004) führten ihre Teams zwar auch jeweils zum Gewinn des prestigeträchtigsten Vereinswettbewerbs der Welt, trugen dabei jedoch nicht die Spielführerbinde.

Erfolgsgarant in der Meisterschaft
Gerrards Nationalmannschaftskollege Terry spielte 2004/05 ebenfalls eine exzellente Saison und führte Chelsea als Kapitän zum ersten englischen Meistertitel seit 50 Jahren. Im Champions League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona erzielte er das entscheidende Tor, ehe der Klub aus London in der nächsten Runde an Liverpool scheiterte. Der 24-jährige Terry verpasste in der Premiership nur zwei Partien und war ein Erfolgsgarant dafür, dass die Blues am Ende mit zwölf Punkten Vorsprung Meister wurden.

Cech unbezwingbar
Ebenfalls maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt war der tschechische Nationaltorwart Cech, der in 35 Premiership-Spielen nur 13 Gegentore zuließ. In der Champions League verpasste er nur eine von zwölf Partien. Der 23-Jährige ist der zweite Fußballer aus der Tschechischen Republik, der bei der UEFA-Zeremonie eine Auszeichnung erhält. Pavel Nedved wurde 2003 zum besten Mittelfeldspieler gewählt.

Kaká dominiert im Mittelfeld
Die übrigen beiden Auszeichnungen gingen jeweils an einen Brasilianer. Auch wenn sich seine Mannschaft in der Champions League und der Serie A mit dem zweiten Platz begnügen musste, wurde Milans Kaká zum besten Mittelfeldspieler gewählt. Er erzielte in der höchsten italienischen Spielklasse sieben Tore und kam auf dem Weg zum Champions League-Finale in Istanbul in jeder Partie zum Einsatz.

Ronaldinho verzaubert die Fans
Kakás Landsmann Ronaldinho erhielt die Auszeichnung als bester Stürmer, übrigens als erster Spieler des FC Barcelona. Der 25-Jährige führte die Katalanen mit neun Toren erstmals seit sechs Jahren wieder zum Meistertitel in der Primera División. In der Champions League war er vier Mal erfolgreich, darunter spektakuläre Treffer gegen Milan und Chelsea.

Meistertrainer
Die Auszeichnungen für die Meistertrainer gingen an Rafael Benítez von Champions League-Sieger Liverpool und Valeri Gazzaev, der mit PFC CSKA Moskva den UEFA-Pokal 2004/05 gewinnen konnte.

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