Was wir aus #GERFRA gelernt haben

Der Showdown in München brachte keine Tore, dafür aber einige Erkenntnisse.

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Viererkette nur aus gelernten Innenverteidigern

Löw hatte großen Respekt vor den Kontern der Franzosen und wollte sich maximal absichern. Toni Rüdiger und Matthias Ginter machten als Außenverteidiger ein gutes Spiel, Stammspieler werden sie auf dieser Position aber nicht werden.

"Gegen Mannschaften, die weniger Klasse als Frankreich haben, werden wir wieder druckvoller agieren", so Löw.

Chancenverwertung bleibt das große Manko

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Bei der WM in Russland ließ die DFB-Elf zu viele Chancen liegen und blamierte sich mit dem Aus in der Gruppenphase. Auch in der UEFA Nations League darf man nicht zu verschwenderisch agieren, denn es gibt nur vier Spiele, um sich für die Endrunde zu qualifizieren.

In der zweiten Halbzeit hatte Deutschland gegen den Weltmeister die besseren Möglichkeiten, brachte den Ball aber wieder nicht über die Linie.   

Kimmich überzeugt als Staubsauger und Antreiber

Die Lösung mit Joshua Kimmich als Sechser funktionierte ausgezeichnet. Mehrmals konnte er bei drohenden Kontern der Franzosen entscheidend eingreifen und dank seines laufintensiven Spiels setzte er auch vorne die ein oder andere Duftnote.

Löw: "Joshua hat ein sehr gutes Spiel gemacht, er war sehr präsent und zweikampfstark. Zudem hat er die Situationen am Ball gut gelöst."

Interessanter Ansatz mit Reus in vorderster Position

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Während Timo Werner auf der linken Seite wirbelte und in beiden Hälften gute Szenen hatte, überraschte Löw mit Reus als alleinigem Stürmer. Leon Goretzka sollte bei eigenem Ballbesitz immer wieder mit dazustoßen und mit Läufen aus der Tiefe für Unruhe sorgen, konnte dem Spiel aber nicht seinen Stempel aufdrücken.

Reus machte weite Wege, ist aber kein Spieler, der die Bälle vorne festmacht und verteilt. Es bleibt spannend, wie Löw die diese Position in Zukunft besetzen wird.

 

 

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