Foda: "Wollen eine gute Basis schaffen"

Im Jahr 2018 wartet auf den neuen österreichischen Teamchef viel Arbeit - und ein ganz besonderes Spiel.

Franco Foda ist voller Tatendrang
Franco Foda ist voller Tatendrang ©Getty Images

Neues Jahr, neues Glück. Der ÖFB lud unweit des Ernst Happel Stadions zur Antritts-Pressekonferenz des neuen Teamchefs Franco Foda. Wobei das Wort Antritt hier etwas weit gefasst wurde, denn der Deutsche übernahm eigentlich schon im November das Ruder und feierte bei seinem Debüt auch gleich einen 2:1-Erfolg über Uruguay.

Nur übte er sein Amt bis jetzt in einer Doppelfunktion mit seiner Tätigkeit als Sturm-Graz-Trainer aus. Von nun an konzentriert sich Foda ganz und gar exklusiv auf die österreichische Nationalmannschaft.

Und da gibt es viel zu tun, auch wenn das erste Pflichtspiel erst im September ansteht. "Es ist extrem wichtig, dass wir bis dahin noch Zeit haben. Diese Zeit wollen wir auch nützen", meinte Foda. 

In nächster Zeit stehen einmal viele Reisen und viele Gespräche an. "Wir wollen gleich eine gute Basis schaffen." Mit seinen Co-Trainern hat er eine Liste von 40 bis 50 möglichen Spielern erstellt. Die will er nun besser kennenlernen.

Der erste Flug führt ihn zum Bundesliga-Rückrundenstart Bayer Leverkusen gegen Bayern München. "Es gilt die Spieler für den nächsten Lehrgang auszusuchen. Es ist unsere Aufgabe, dass wir der Mannschaft eine eigene Handschrift verleihen", erklärte Foda.

Im März steht dann ein Länderspiel-Doppel an. Zuerst bittet Österreich in Klagenfurt das Nachbarland Slowenien zum Tanz, dann gastiert die ÖFB-Elf in Luxemburg. Prominente Gegner warten im Juni. In Innsbruck wird WM-Gastgeber Russland gefordert, dann misst man sich mit Weltmeister Deutschland.

"Wir wollen uns mit den besten Gegnern messen. Gegen Deutschland ist es natürlich ein besonderes Spiel für mich. Jogi Löw war beim VfB Stuttgart kurzzeitig mein Trainer, mit Thomas Schneider habe ich selbst noch zusammen gespielt", so der Mainzer Foda.

Auch ÖFB-Präsident Leo Windtner ist von der Auswahl der Testspielgegner angetan: "Ich denke das ist ein guter Mix, um uns auf die UEFA Nations League vorzubereiten."

Einen kompletten Neuanfang will der ÖFB aber nicht leisten. "Unter Marcel Koller wurde ja im Prinzip gut gearbeitet", stellte Foda, der auch seine wichtigste Aufgabe kennt, klar. "Die Zuseher müssen stets das Gefühl haben, dass da eine Mannschaft am Feld steht, die alles gibt." Davon soll man sich auch schon am 23. März im Klagenfurter Wörthersee Stadion überzeugen können.

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