UEFA-Futsal-Pokal: Inter feiert fünften Triumph

Inter FS konnte 2018 erst als zweites Team seinen Titel verteidigen und feierte zum Abschluss der Ära des UEFA-Futsal-Pokals seinen fünften Triumph.

Inter feiert seinen fünften Triumph
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Die Ära des UEFA-Futsal-Pokals fand ein passendes Ende: Inter FS, der dominante Klub des Wettbewerbs, baute zum Abschluss seine Rekordbilanz aus.

Nach 17 Spielzeiten war der UEFA-Futsal-Pokal 2017/18 der letzte seiner Art, ehe der Wettbewerb jetzt in UEFA Futsal Champions League umbenannt wird. Von den 27 Endspielen gewann Inter fünf, drei mehr als jeder andere Verein.

Die Spanier verteidigten ihren Titel in Saragossa dank eines 5:2-Erfolgs gegen Sporting CP, gegen die sie vor zwölf Monaten in Almaty 7:0 triumphiert hatten. Inter konnte erst als zweites Team den UEFA-Futsal-Pokal verteidigen, nach den spanischen Landsleuten von Playas de Castellón in den ersten beiden Spielzeiten 2001/02 und 2002/03. Zudem egalisierten sie den Playas-Rekord von 13 aufeinanderfolgenden Siegen auf europäischer Bühne.

Endspiel-Highlights: Sporting - Inter 2:5
Endspiel-Highlights: Sporting - Inter 2:5

Obwohl die Namensänderung erst noch folgen sollte, wurde das Format des Wettbewerbs bereits in dieser Spielzeit umgestellt. Erstmals stellten drei Nationen jeweils zwei Vertreter – aufgestockt auf vier, da sich Titelverteidiger Inter auch als nationaler Champion qualifiziert hatte –, weshalb Spanien, Portugal, Russland und Italien jeweils zwei Teams ins Rennen schicken durften. Insgesamt war die Rekordzahl von 56 Klubs aus 52 Verbänden am Start, darunter der erstmalige Teilnehmer Belfast United aus Nordirland.

In der Eliterunde erwischte Inter auf heimischem Parkett den zweimaligen Champion Kairat Almaty und setzte sich gegen den Gastgeber der Finalrunde 2017 mit 5:3 durch. Inter, der zweimalige Gewinner Barcelona und der zweimalige Finalist Sporting holten allesamt die Maximalpunktzahl von neun Zählern, doch die große Überraschung war der vierte Halbfinal-Teilnehmer Győr. Deren Erfolg war ein Triumph für Trainer Javi Rodriguez, als Spieler dreimaliger Gewinner des UEFA-Futsal-Pokals, der erst kurz vor Beginn der Europapokal-Saison verpflichtet worden war.

Halbfinal-Highlights: Inter - Barcelona 2:1
Halbfinal-Highlights: Inter - Barcelona 2:1

Die Finalrunde sollte in Saragossa steigen, genau zwischen Barcelona und Inters Heimat Madrid gelegen. Das 10 700 Zuschauer fassende Pabellón Príncipe Felipe war an beiden Abenden nahezu ausverkauft.

Győr lag zur Pause des ersten Halbfinals gegen Sporting 0:5 hinten, zwei Tore gingen auf das Konto von Cardinal, der heiß auf einen europäischen Titel war, nachdem er Portugals Triumph bei der UEFA Futsal EURO 2018 verletzt verpasst hatte. Sportings Pedro Cary, João Matos, André Sousa und Pany Varela waren jedoch im Februar Teil des siegreichen portugiesischen Kaders in Ljubljana. Győr konnte die Partie im zweiten Durchgang offener gestalten, verlor jedoch deutlich mit 1:6.

Halbfinal-Highlights: Győr - Sporting CP 1:6
Halbfinal-Highlights: Győr - Sporting CP 1:6

Mit großer Spannung wurde dann der rein spanische Showdown zwischen Inter und Barcelona erwartet, und in einem furiosen Spiel enttäuschten die beiden Teams die Zuschauer nicht. Inter gewann mit 2:1, dank Doppelpacker Ortiz, der auch schon im Vorjahr den Halbfinal-Siegtreffer markiert hatte. Inter zog zum achten Mal ins Endspiel ein sowie zum dritten Mal in Folge, was auch Dynamo bereits zweimal gelungen war.

Barcelona sicherte sich mit einem 7:1-Erfolg gegen Győr Platz drei und holte somit bei allen fünf Europapokal-Teilnahmen immer eine Medaille. Esquerdinha erzielte in der Finalrunde insgesamt vier Tore, was er auch 2015 für ISK Dina Moskva geschafft hatte.

Doch die große Frage war: Kann Sporting die 0:7-Finalpleite gegen Inter zwölf Monate zuvor ausmerzen? Ja und nein! Sporting machte es besser, verlor jedoch mit 2:5. Zu Inters Torschützen gehörte Ricardinho, der sein achtes Tor in einer Finalrunde markierte, was auch Esquerdinha zuvor gegen Győr gelungen war. Inter widmete seinen Sieg Zeugwart Cecilio Rodríguez, der im Monat zuvor verstorben war, und überreichte den Pokal an seine Witwe.

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