Fakten: Arsenal - Frankfurt

Arsenals Siegesserie ist am 4. Spieltag zwar gerissen, dennoch reicht den Gunners gegen Frankfurt ein Unentschieden zum Weiterkommen.

Pierre-Emerick Aubameyang gelang in Frankfurt ein Tor
Pierre-Emerick Aubameyang gelang in Frankfurt ein Tor ©AFP/Getty Images

Schon mit einem Unentschieden im Heimspiel gegen Frankfurt würde Arsenal vorzeitig das Sechzehntelfinale erreichen und wäre dann zum dritten Mal in Folge in der K.-o.-Runde der UEFA Europa League dabei. Die Eintracht hat vier Punkte Rückstand auf die Gunners und liegt gleichauf mit Standard Liège. Die Entscheidung für Frankfurt fällt auf jeden Fall erst am letzten Spieltag. Arsenal wäre auch bei einer Niederlage weiter, wenn Standard gleichzeitig bei Vitória SC verliert.

• Arsenal feierte zum Auftakt der Gruppenphase ein 3:0 bei Frankfurt und setzte sich auch gegen Standard (4:0) und Vitória (3:2) durch, ehe man in Guimaraes ein spätes 1:1 kassierte. Frankfurt konnte nach der Auftaktpleite zwei Siege gegen Vitória (1:0) und Standard (2:1) feiern, musste sich in Belgien aber geschlagen geben.

Frankfurt - Arsenal 0:3
Frankfurt - Arsenal 0:3

Frühere Begegnungen
• Bis zum ersten Spieltag hatten sich beide Teams noch nie in einem UEFA-Wettbewerb gegenüber gestanden. Bukayo Saka, Pierre-Emerick Aubameyang und Joe Willcock sorgten für den Auftakterfolg des letztjährigen Finalisten. Frankfurt kassierte dabei die höchste Europapokal-Heimpleite der Vereinsgeschichte.

• Arsenal absolvierte bislang 39 Spiele in UEFA-Wettbewerben gegen deutsche Vereine. Gesamtbilanz: 18 Siege, 6 Unentschieden und 15 Niederlagen. Vor eigenem Publikum gab es insgesamt zwölf Siege, doch von den letzten acht Partien gingen fünf verloren. Beim 1:5 im Achtelfinale der UEFA Champions League 2016/17 kassierten die Gunners gegen Bayern München die höchste Heimpleite in einem UEFA-Wettbewerb.

• Die Eintracht hat nur zwei von zehn Spielen gegen englische Gegner gewonnen (4U, 4N). In England ist die Bilanz ausbaufähig. Die ersten drei Spiele gingen verloren, beim letzten Auftritt gab es den ersten Punkt: Das Halbfinal-Rückspiel gegen Chelsea endete nach regulärer Spielzeit und Verlängerung mit 1:1. Frankfurt verlor jedoch das Elfmeterschießen mit 3:4.

Arsenal kassiert spätes Gegentor
Arsenal kassiert spätes Gegentor

Hintergrund
Arsenal

• Arsenal, von 1998/99 bis 2016/17 über 19 Jahre Stammgast in der UEFA Champions League, stand 2017/18 bei der ersten Teilnahme an der UEFA Europa League im Halbfinale, wo man gegen den späteren Sieger Atlético unterlag. Letzte Saison schafften es die Gunners noch einen Schritt weiter, sie verloren das Finale gegen den Londoner Stadtrivalen Chelsea.

• Durch den fünften Platz in der Premier League 2018/19 qualifizierten sich die Gunners zum dritten Mal in Folge für die Gruppenphase der UEFA Europa League. Vor ihrer Niederlage in Baku hatten sie fünf Europapokalspiele in Folge gewonnen - eines gegen Rennes sowie jeweils zwei gegen Napoli und Valencia.

• Der UEFA-Pokal-Finalist von 1999/2000 konnte in den Heimspielen der letzten beiden Gruppenphasen in der UEFA Europa League je sieben Punkte holen. Die Gunners haben die letzten sieben Spiele vor eigenem Publikum allesamt gewonnen. In diesem Zeitraum blieb man auch fünf Mal ohne Gegentor. Gesamtbilanz im Arsenal Stadium in der UEFA Europa League: 12 Siege, 3 Unentschieden, 1 Niederlage.

Standard - Frankfurt 2:1
Standard - Frankfurt 2:1

Eintracht
• Frankfurts Abenteuer über 14 Spiele in der UEFA Europa League 2018/19 brachte in der K.-o.-Runde drei bemerkenswerte Erfolge gegen Mannschaften, die zunächst in der UEFA Champions League gestartet waren - Shakhtar Donetsk, Inter Mailand und Benfica. Nebenbei belegte man in der Bundesliga den siebten Tabellenplatz.

• Der UEFA-Pokal-Sieger von 1980 startete in der zweiten Qualifikationsrunde in diese UEFA-Europa-League-Saison. Zunächst gab es deutliche Siege gegen Flora aus Estland und Liechtensteins Vertreter Vaduz, ehe man in den Play-offs gegen Strasbourg einen Rückstand aufholen musste (0:1 auswärts, 3:0 zu Hause). Damit steht Frankfurt zum dritten Mal in der Gruppenphase. Bei ihrer ersten Teilnahme in der Saison 2013/14 erreichten die Hessen die Runde der letzten 32, wo sie aufgrund der Auswärtstorregel an Porto scheiterten.

• Frankfurts Gesamtbilanz in der UEFA Europa League (zu Hause und auswärts, inklusive Qualifikation) ist beeindruckend: 23 Siege, 6 Unentschieden, 5 Niederlagen. Auswärts gab es 10 Siege, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen. In Lüttich verpasste Frankfurt zuletzt den fünften Auswärtssieg in Folge (nur Gruppenphase).

Verschiedenes
• Arsenal hat mit Bernd Leno, Shkodran Mustafi und Mesut Özil gleich drei aktuelle oder ehemalige deutsche Nationalspieler im Kader. Bei der Eintracht finden sich zwei Spieler mit DFB-Team-Erfahrung: Torhüter Kevin Trapp und Verteidiger Erik Durm.

• Eintrachts Gelson Fernandes und Arsenal-Kapitän Granit Xhaka sind Teamkollegen in der Schweizer Nationalmannschaft.

Die Trainer
• Nach zwei Jahren und sieben nationalen Titeln bei Paris Saint-Germain wurde Unai Emery im Mai 2018 zum Trainer von Arsenal ernannt, wo er die Nachfolge von Arsène Wenger antrat. Der Spanier hat zwischen 2013/14 und 2015/16 mit Sevilla Geschichte geschrieben, als er dreimal in Folge den Titel in der UEFA Europa League holte. Davor hatte er vier Jahre bei Valencia und einen kurzen Abschnitt bei Spartak Moskva verbracht. Mit den Gunners stand er 2018/19 erneut im Finale, er saß bei mehr Spielen in der UEFA Europa League auf der Bank als jeder andere Trainer.

• Der Österreicher Adi Hütter wurde bei der Eintracht im Mai 2018 Nachfolger von Niko Kovač, den es zu Bayern zog. Zuvor hatte er die Young Boys in Bern zur ersten Schweizer Meisterschaft seit 32 Jahren geführt. Bei der Eintracht schlug Hütter auf Anhieb ein, er schaffte mit der Mannschaft den Einzug ins Halbfinale der UEFA Europa League sowie die neuerliche Qualifikation für Europa über die Bundesliga. In seiner aktiven Zeit hatte er als Mittelfeldspieler sieben Jahre im Trikot von Salzburg verbracht, später kehrte er nach Engagements bei Altach und Grödig als Trainer zurück und gewann mit dem Klub 2014/15 das nationale Double. Die folgenden drei Jahre wirkte er in Bern.

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