Fakten: Standard Liège - Eintracht Frankfurt

Nach der 1:2-Niederlage am dritten Spieltag in Frankfurt will Standard Liège nun im Rückspiel zu Hause den Spieß umdrehen.

Selim Amallah (links) jubelt über sein Tor für Standard in Frankfurt
Selim Amallah (links) jubelt über sein Tor für Standard in Frankfurt ©AFP/Getty Images

Nach der 1:2-Niederlage am dritten Spieltag in Frankfurt will Standard Liège nun im Rückspiel zu Hause den Spieß umdrehen und mit einem Sieg mit dem Halbfinalisten von 2018/19, der sechs Punkte auf dem Konto hat, in der Gruppe F gleichziehen.

• Die Eintracht, die am zweiten Spieltag mit 1:0 bei Vitória SC gewann, strebt nach dem dritten Sieg in Folge, nachdem ihre UEFA-Europa-League-Erfolgsserie im heimischen Stadion am ersten Spieltag mit einer 0:3-Pleite gegen Arsenal ein jähes Ende genommen hatte. Standard startete derweil mit einem 2:0-Heimsieg gegen das Team aus Guimaraes, ehe eine 0:4-Pleite in London folgte. Für den Klub aus Lüttich geht es nun darum, die dritte Niederlage in Folge zu vermeiden.

Highlights: Vitória SC - Eintracht Frankfurt 0:1
Highlights: Vitória SC - Eintracht Frankfurt 0:1

Frühere Begegnungen
• Dies ist Standards 31. Spiel auf UEFA-Ebene gegen einen Gegner aus Deutschland (7 Siege, 8 Unentschieden, 15 Niederlagen). Von den bisherigen Heimspielen wurden mehr verloren als gewonnen (4 Siege, 4 Unentschieden, 5 Niederlagen), der einzige Sieg aus den letzten fünf dieser Partien war 2011/12 in der Gruppenphase der UEFA Europa League ein 2:0 gegen Hannover. Später scheiterten die Belgier dann im Achtelfinale an den Niedersachsen, nach einem 2:2 zu Hause und einem 0:4 in Deutschland.

• Die Eintracht blieb in ihren ersten vier Partien gegen belgische Gegner ohne Tor, beide Duelle wurden insgesamt mit 0:1 verloren - 1988/89 im Viertelfinale des Pokals der Pokalsieger gegen Titelverteidiger Mechelen (0:0 zu Hause, 0:1 auswärts) und 1991/92 in der zweiten Runde des UEFA-Pokals gegen Gent (0:0 auswärts, 0:1 zu Hause) - am dritten Spieltag beendeten die Verteidiger David Abraham und Martin Hinteregger die Torlos-Serie gegen Standard.

Hintergrund
Standard

• Standard sicherte sich 2018/19 durch den dritten Platz in der belgischen Liga die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der laufenden Saison.

• Der Klub aus Lüttich war zuvor fünfmal in der Gruppenphase der UEFA Europa League dabei, konnte diese aber erst einmal überstehen - 2011/12, bei der ersten Teilnahme, als man es bis ins Achtelfinale schaffte. Bei der ersten Ausgabe dieses Wettbewerbs in der Saison 2009/10 erreichte Standard das Viertelfinale, nachdem man Mitte der Saison von der UEFA Champions League in die UEFA Europa League gekommen war. Letzte Saison verpassten die Belgier die K.-o.-Phase, obwohl sie in einer Gruppe mit Sevilla, Krasnodar und Akhisar zehn Punkte geholt hatten.

Highlights: Eintracht Frankfurt - Arsenal 0:3
Highlights: Eintracht Frankfurt - Arsenal 0:3

• Standard hat nur sieben seiner 16 Heimspiele in der Gruppenphase der UEFA Europa League gewonnen (5 Unentschieden, 4 Niederlagen), doch letzte Saison wurden alle drei Partien in Lüttich erfolgreich gestaltet. Auf europäischer Ebene ist Standard seit zehn Heimspielen ungeschlagen (6 Siege, 4 Remis), seit einer 0:3-Niederlage gegen Feyenoord im Dezember 2014.

Eintracht
• Frankfurts Abenteuer in der UEFA Europa League 2018/19 dauerte 14 Spiele und brachte in der K.-o.-Phase denkwürdige Erfolge gegen Mannschaften, die in der Gruppenphase noch in der UEFA Champions League gespielt hatten - Shakhtar Donetsk, Internazionale und Benfica. Im Halbfinale verlor Frankfurt im Elfmeterschießen gegen den späteren Titelträger Chelsea, in der Bundesliga belegten die Hessen den siebten Platz.

• Der UEFA-Pokal-Sieger von 1980 startete in der zweiten Qualifikationsrunde in diese UEFA-Europa-League-Saison. Zunächst gab es deutliche Siege gegen Flora aus Estland und Liechtensteins Vertreter Vaduz, ehe man in den Play-offs gegen Strasbourg einen Rückstand aufholen musste (0:1 auswärts, 3:0 zu Hause). Damit steht Frankfurt zum dritten Mal in der Gruppenphase. Bei ihrer ersten Teilnahme in der Saison 2013/14 erreichten die Hessen die Runde der letzten 32, wo sie aufgrund der Auswärtstorregel an Porto scheiterten (2:2 auswärts, 3:3 zu Hause).

Highlights: Arsenal - Standard Liège 4:0
Highlights: Arsenal - Standard Liège 4:0

• Frankfurts Gesamtbilanz in der UEFA Europa League (zu Hause und auswärts, inklusive Qualifikation) ist beeindruckend: 23 Siege, 6 Unentschieden, 4 Niederlagen. Ihre Auswärtsbilanz in diesem Wettbewerb ist ebenfalls herausragend: 10 Siege, 3 Unentschieden, 3 Niederlagen. Die letzten vier Auswärtsspiele in der Gruppenphase konnte die Eintracht allesamt gewinnen.

Verschiedenes
• Standard-Trainer Michel Preud'homme stand bei Mechelen im Tor, als die Belgier 1988/89 im Viertelfinale des Pokals der Pokalsieger auf die Eintracht trafen. Er blieb dabei zweimal ohne Gegentor.

• Die Eintracht feierte am Samstag einen 5:1-Heimsieg gegen Bayern München, woraufhin sich der amtierende deutsche Meister vom ehemaligen Frankfurter Trainer Niko Kovač trennte.

Die Trainer
• Der ehemalige Torhüter Preud'homme, der 58 Länderspiele für Belgien absolvierte, begann seine aktive Laufbahn bei Standard, wo er zwei Meistertitel gewann. Anschließend ging er zu Mechelen, wo er 1987/88 den Pokal der Pokalsieger holte. Als Trainer ist er ebenfalls sehr erfolgreich, bislang holte er noch mit jedem Verein, bei dem er arbeitete, einen Titel, zuletzt wurde er 2015/16 belgischer Meister mit Club Brugge. Derzeit ist er in seiner dritten Amtszeit bei Standard, vor seiner Rückkehr im Mai 2018 war er zehn Jahre lang weg.

• Der Österreicher Adi Hütter wurde bei der Eintracht im Mai 2018 Nachfolger von Kovač, den es zu Bayern zog. Zuvor hatte er die Young Boys in Bern zur ersten Schweizer Meisterschaft seit 32 Jahren geführt. Bei der Eintracht schlug Hütter auf Anhieb ein, er schaffte mit der Mannschaft den Einzug ins Halbfinale der UEFA Europa League sowie die neuerliche Qualifikation für Europa über die Bundesliga. In seiner aktiven Zeit hatte er als Mittelfeldspieler sieben Jahre im Trikot von Salzburg verbracht, später kehrte er nach Engagements bei Altach und Grödig als Trainer zurück und gewann mit dem Klub 2014/15 das nationale Double. Die folgenden drei Jahre wirkte er in Bern.

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