Frankfurt zwischen Frust und Hoffnung

Die Niederlage gegen Arsenal deckt die Schwächen der Frankfurter auf. Doch das Auftaktspiel in der Gruppenphase macht auch Hoffnung für die Zukunft. Eine Analyse.

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Es sollte die nächste magische Nacht werden für die Frankfurter Eintracht. Gegen den FC Arsenal wollten die Hessen an die unglaubliche Erfolgsserie der vergangenen Saison anknüpfen. Stattdessen stand zum Auftakt der Gruppenphase in der UEFA Europa League am Ende eine 0:3-Niederlage gegen die "Gunners". Die fiel zwar um mindestens ein Tor zu hoch aus, offenbarte aber schonungslos die derzeitigen Baustellen bei der Eintracht.
 

Vor allem das Umschaltspiel nach eigenem Ballverlust müssen die Frankfurter verbessern. Denn schon vor und besonders beim 0:1 durch Joe Willock (38.) waren die Hausherren ein ums andere Mal in der Rückwärtsbewegung sehr unorganisiert. Und nicht immer kann sie Torwart Kevin Trapp retten, der auch gegen Arsenal hielt, was zu halten war.

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Bukayo Saka erzielte den zweiten Treffer
Bukayo Saka erzielte den zweiten Treffer©Getty Images


Eine andere Schwachstelle ist die mangelnde Chancenverwertung. "Wir haben Spieler verloren, die in der vergangenen Saison viele Tore gemacht haben", gestand Trainer Adi Hütter. Und auch Stürmer Bas Dost haderte mit der Chancenverwertung. Er bat bei UEFA.com aber auch um etwas mehr Zeit: "Es war das erste Mal, dass ich mit André Silva im Sturm gespielt habe. Ich spiele ein System, das ich vorher nie gespielt habe. Das ist alles neu, das ist alles schwer. Aber das wird alles kommen." Hütter kündigte an, dass er seinen neuen Stürmern diese Zeit gibt.


Was dem Trainer aber Hoffnung macht, ist die hohe Anzahl der herausgespielten Chancen. Es wäre etwas anderes gewesen, wenn man gegen Arsenal 0:3 untergegangen wäre, so der Österreicher. Aber so sei es ja nicht gewesen. "Wichtig ist, dass wir uns die Torchancen erspielen."

Für sein Team gilt es nun, die richtigen Lehren zu ziehen und sich weiterzuentwickeln. Denn eins hat dieses Spiel auch gezeigt. Die Zeiten, in denen die Frankfurter als Underdog von den Gegner unterschätzt werden, sind nach ihrem fulminanten Einzug ins Halbfinale der vergangenen Saison fürs Erste vorbei. Arsenal hat den Code der Eintracht jedenfalls ein Stück weit geknackt. Verteidiger Shkodran Mustafi sagte: "Wir haben uns gut auf Frankfurt vorbereitet. Manchmal muss man sich auch dem Gegner anpassen." Genau das haben die "Gunners" gemacht - und in den richtigen Momenten eiskalt zugeschlagen.

 

 

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