Kommt die Eintracht noch ins Finale?

Frankfurt steht nach dem 1:1 im Halbfinal-Hinspiel gegen Chelsea vor einer Mammutaufgabe. Matthias Rötters erklärt, was jetzt für die Eintracht spricht - und was gegen sie.

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Eintracht Frankfurt steht nach dem 1:1 im Halbfinal-Hinspiel gegen Chelsea vor einer Mammutaufgabe in London, wenn man noch das Endspiel in Baku erreichen will. UEFA.com-Reporter Matthias Rötters erklärt deshalb, was jetzt für die Eintracht spricht - und was gegen sie.

Das spricht für Frankfurt

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Rebić zurück
Im Kader der Frankfurter gibt es einige Spieler, die einen Unterschied in einem großen Spiel machen können. Einer von ihnen ist Ante Rebić. Der Kroate war im Hinspiel gegen Chelsea wegen einer Gelbsperre nicht dabei. Im Rückspiel kann der 25-Jährige wieder eingreifen und wird nach der Zwangspause topmotiviert sein. Teamkollege Makoto Hasebe erklärt: "Ante kann mit seiner Schnelligkeit gegen Chelsea sehr gefährlich sein. Gut, dass er wieder dabei ist im Rückspiel."

Kein Druck
Wer die Eintracht-Fans am Donnerstag erlebte, dem war klar: Das Team hat schon jetzt viel mehr erreicht, als sich jeder erträumt hatte. Die Zuschauer feierten ihre Helden nach dem Abpfiff frenetisch. Heißt: In London haben die Frankfurter nur den Druck, den sie sich selbst machen. Von Chelsea erwartet hingegen jeder den Einzug ins Finale. Diese Ausgangslage ist schon so manches Mal nicht aufgegangen für den Favoriten.

Der Eintracht-Faktor
Irgendwie hat die Eintracht-Truppe immer wieder eine Überraschung parat. Selbst in der zweiten Halbzeit, als jeder nur noch auf das verdiente 2:1 von Chelsea wartete, kam die Hütter-Truppe grandios zurück und hatte in der Schlussphase durch David Abraham noch die große Chance auf den Überraschungssieg. Vielleicht gibt es diesen ja dafür in der nächsten Woche. Gelson Fernandes erklärt in jedem Fall: "Wir sind immer noch am Leben. Wir können immer noch nach Baku fahren und das werden wir machen." 

Das spricht gegen Frankfurt

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Chelseas Qualität
Wer in einem Europa-League-Halbfinale erst in der 61. Minute einen Spieler wie Eden Hazard einwechselt, der kann nicht so schlecht besetzt sein. Und in der Tat: Chelseas Qualität brachte die Eintracht streckenweise spürbar ans Limit. Dass am Ende nur ein einziges Chelsea-Tor fiel, grenzt an ein kleines Wunder.

Die Zahlen
Für diese Aussage sprechen auch die Zahlen des Hinspiels: 5:16 Torschüsse, 36%:64% Ballbesitz, 4:11 Ecken, 7:30 gefährliche Angriffe und eine Passgenauigkeit von 69%:86%. In allen Kategorien (außer bei den erzielten Toren...) hatte Chelsea die Nase deutlich vorne. Nur schwer vorstellbar, dass sich die Blues-Qualität zwei Mal in Folge nicht durchsetzt.

Der Heimvorteil
Zumal die Grundkonstellation nun auch noch für Chelsea spricht. Aufgrund der Auswärtstorregel muss die Eintracht definitiv treffen in London, um eine Chance auf das Finale zu haben. Da macht eine ehrliche Aussage von Hasebe nur wenig Mut. Er erklärt: "Man hat gegen Chelsea gesehen, dass das Team noch mal eine andere Qualität hat als Inter oder Benfica." Doch was heißt das schon bei der Eintracht 2018/19? 

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