Eintracht: Endstation Mailand oder Viertelfinale?

Sollte die Eintracht auch im zehnten Spiel der Europapokal-Saison ungeschlagen bleiben und bei Inter Mailand ein Tor erzielen, dann steht Frankfurt im Viertelfinale.

Frankfurts Sebastian Rode im Hinspiel gegen Borja Valero
Frankfurts Sebastian Rode im Hinspiel gegen Borja Valero ©Getty Images

Führt die wundersame Reise von Eintracht Frankfurt in der UEFA Europa League auch noch ins Viertelfinale oder ist in Mailand Endstation? Nach dem torlosen Remis vor einer Woche in der Mainmetropole geht Inter als leichter Favorit ins Rückspiel.

Adi Hütter muss erneut auf die Tribüne
Adi Hütter muss erneut auf die Tribüne©Getty Images

Verzichten müssen die Hessen neben dem weiter am Knie verletzten Stürmerstar Ante Rebić auch auf ihren Trainer Adi Hütter, der im Hinspiel eine Flasche weggekickt hatte, auf die Tribüne geschickt wurde und als Strafe jetzt auch das Rückspiel von der Tribüne aus verfolgen muss.

Als Konsequenz ließ Hütter die offizielle Pressekonferenz vor dem Rückspiel in Mailand sausen und sich durch seinen Co-Trainer Christian Peintinger vertreten. "Ich stehe an der Linie und werde mit Armin Reutershahn das Spiel gemeinsam coachen", sagte Peintinger.

"Wir klären im Vorfeld alle Eventualitäten gemeinsam ab. Ab 90 Minuten vor dem Spiel haben wir keinen Kontakt mehr zu Adi. So ist die Regel", fügte der Co-Trainer hinzu.

Torhüter Kevin Trapp jedenfalls hat volles Vertrauen in die beiden Co-Trainer. "Für uns ändert sich nicht viel", sagte Trapp. "Wir wissen, was wir als Mannschaft zu tun haben. Peinti und Armin sind immer dabei. Sie machen das genauso gut."

Elf Partien haben die Frankfurter 2019 absolviert, das Gefühl einer Niederlage ist ihnen im neuen Jahr abhanden gekommen. Sollte die Eintracht auch in Mailand nicht verlieren und ein Tor erzielen, dann steht sie definitiv im Viertelfinale.

Kevin Trapp nach seinem gehaltenen Elfer im Hinspiel
Kevin Trapp nach seinem gehaltenen Elfer im Hinspiel©Getty Images

"Das ist eine schwierige Aufgabe gegen eine erfahrene Mannschaft, die schon viele Spiele auf diesem Niveau bestritten hat", erklärte Trapp. "Wir spielen auf Sieg. Das können wir. Alles andere wäre fatal. Wir sind hochkonzentriert, sind in Form, haben viel Tempo und Power. Wir müssen uns nicht motivieren."

Der Eintracht-Torhüter spricht von einem "Riesenspiel" und von einer "Riesenchance auf das Viertelfinale, diese Chance haben wir uns hart erarbeitet und müssen sie nutzen. Aber wir müssen leidensfähig sein, weil es schwierig wird. Wir tun alles für das Weiterkommen."

Genauso wie die sensationellen Frankfurter Fans, die wieder in Scharen in Mailand erwartet werden. "13 500 Fans kommen aus Frankfurt", freut sich Trapp. "Daran merkt man die Vorfreude. Wir werden eine grandiose Unterstützung erhalten."

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