Eintracht oder Inter: Wer kommt jetzt weiter?

Nach dem 0:0 in Frankfurt ist sowohl für die Eintracht als auch für Inter noch alles drin. UEFA.com-Reporter Matthias Rötters erklärt, was für welches Team spricht.

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Nach dem 0:0 im Achtelfinal-Hinspiel in Frankfurt ist noch alles drin - sowohl für die Eintracht als auch für Inter Mailand. UEFA.com-Reporter Matthias Rötters erklärt, was für welches Team spricht. 

Das spricht für die Eintracht

Die Konstellation: "Mit jedem Sieg und jedem Unentschieden, bei dem ein Tor fällt, kommen wir weiter", rechnet Frankfurts Torwart Kevin Trapp vor und fügt hinzu: "Das ist eine gute Ausgangsposition für uns." Seiner Mannschaft kommt dabei zugute, dass Inter im Rückspiel vor den eigenen Fans deutlich offensiver agieren wird und muss. Macht die konterstarke Eintracht ein Tor, braucht Inter schon zwei...

Luka Jović (verdeckt) hat schon sechs Tore in der UEFA Europa League erzielt
Luka Jović (verdeckt) hat schon sechs Tore in der UEFA Europa League erzielt©AFP/Getty Images

Die Offensive: Die Frankfurter Super-Offensive um Luka Jović (6 Tore/eine Vorlage) und Sébastien Haller (4/3) gehört nach wie vor zum Besten, was die Europa League zu bieten hat. Mit Ante Rebić könnte im Rückspiel ein weiterer Top-Mann nach Knieproblemen dazustoßen. Schwer vorzustellen, dass diese Offensive zwei Spiele in Folge gegen denselben Gegner torlos bleibt. 

Der "Heimvorteil": Inter spielt zuhause, aber die Eintracht-Fans dürften für einen gefühlten "Heimvorteil" für ihr Team sorgen. Über 13.500 Frankfurter werden nach Mailand reisen. Diese Unterstützung dürfte definitiv weitere Kräfte beim Team freisetzen - und vielleicht sogar den Viertelfinaleinzug bringen. 

Das spricht für Inter

Kevin Trapp hielt im Hinspiel einen Elfmeter
Kevin Trapp hielt im Hinspiel einen Elfmeter©Getty Images

Die Erfahrung: Schon im Hinspiel in Frankfurt merkte man, dass die Gäste nervlich ein wenig abgeklärter sind in einigen Situationen. Vor allem in der Startphase wirkte die Eintracht nervös. Auch SGE-Keeper Trapp gab zu: "Wir hatten am Anfang zu viel Respekt vor den großen Namen. Da müssen wir uns mehr zutrauen." Im Rückspiel könnte sein Team wieder vor einer nervlich schwierigen Aufgabe stehen.

Die Erholung: Inter hat einen ganzen Tag mehr Erholung. Während die Eintracht am Montagabend (20.30 Uhr) zum "Kampfspiel" zu Fortuna Düsseldorf muss, spielt Inter schon am Sonntag (15.00 Uhr) bei SPAL Ferrara. Ein klarer Nachteil für die Eintracht, die wegen einer Gelbsperre auch noch auf Gelson Fernandes verzichten muss.

Der Heimvorteil: Inter muss kurz vor dem Rückspiel nicht reisen und kann im gewohnten Stadion spielen. Trainer Adi Hütter erklärt diesen Heimvorteil so: "Es ist immer etwas einfacher in der eigenen Arena zu spielen - und das San Siro ist nicht umsonst berüchtigt. Uns erwartet eine ganz schwierige Aufgabe." 

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