Salzburg - Leipzig: Fakten

Salzburg hat bislang alle vier Spiele gewonnen und könnte gegen Leipzig den Einzug in die K.-o.-Runde perfekt machen, aber auch die Sachsen haben eine gute Ausgangsposition.

Fredrik Gulbrandsen erzielte am ersten Spieltag Salzburgs Siegtreffer in Leipzig
Fredrik Gulbrandsen erzielte am ersten Spieltag Salzburgs Siegtreffer in Leipzig ©AFP/Getty Images

Mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen der Gruppe B steht Salzburg dicht davor, zum sechsten Mal in die K.-o.-Runde der UEFA Europa League einzuziehen. Gegner RB Leipzig hat ebenfalls die Chance, bereits am vorletzten Spieltag das Ticket für die Runde der letzten 32 zu lösen.

• Salzburg dominiert bislang diese Gruppe und erzielte an den ersten drei Spieltagen jeweils drei Treffer, ehe am vierten Spieltag beim zweiten Erfolg gegen Rosenborg in Norwegen ein 5:2 folgte. Die Mozartstädter könnten es zum dritten Mal schaffen, in der Gruppenphase der UEFA Europa League die maximale Punktzahl zu holen - keinem anderen Klub ist dies bislang öfter als einmal gelungen. Zum vorzeitigen Gruppensieg würde allerdings schon ein Unentschieden genügen.

• Leipzig steht nach vier Spielen bei zwei Siegen und zwei Niederlagen, hat aber den besseren direkten Vergleich gegen Celtic - nach einem 2:0-Heimsieg gegen den schottischen Meister verlor man zuletzt in Glasgow mit 1:2. Mit einem Sieg in Salzburg wäre Leipzig - zusammen mit den Österreichern - weiter, sofern Celtic beim punktlosen Schlusslicht Rosenborg verliert.

Frühere Begegnungen
• Salzburg gewann am ersten Spieltag mit 3:2 in Leipzig, dank des Siegtreffers von Fredrik Gulbrandsen in der 89. Minute. Zuvor hatten die Gastgeber aus einem 0:2-Rückstand ein 2:2 gemacht. Für Leipzig war dies die erste Begegnung mit einer Mannschaft aus Österreich.

• Nach dem Sieg in Leipzig hat Salzburg eine ausgeglichene Bilanz gegen Klubs aus Deutschland (4 Siege, 3 Remis, 4 Niederlagen). Zu Hause verbuchte man 2 Siege, 2 Unentschieden und 1 Niederlage, allerdings wurde von den letzten vier Partien keine einzige verloren und es gab dabei kein einziges Gegentor. Die letzten Gäste aus Deutschland, die in Salzburg treffen konnten, war Fortuna Düsseldorf in der ersten Runde des Pokals der Pokalsieger 1980/81 (3:0).

Hintergrund
Salzburg

• Salzburg wurde 2017/18 zum fünften Mal in Folge österreichischer Meister und stieg in der dritten Qualifikationsrunde in die diesjährige UEFA Champions League ein. Erneut wurde der Einzug in die Gruppenphase knapp verpasst, nachdem man in den Play-offs gegen Crvena zvezda eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gab und aufgrund der Auswärtstorregel ausschied (0:0 auswärts, 2:2 zu Hause).

• In der vergangenen Saison spielte Salzburg in der UEFA Europa League so erfolgreich wie nie zuvor bei ihren sieben Teilnahmen. Die Mozartstädter wurden Gruppensieger, ehe sie sich gegen Real Sociedad, Dortmund und Lazio durchsetzten, im Halbfinale dann aber in der Verlängerung an Marseille scheiterten.

• Salzburg ist auf europäischer Bühne seit 15 Heimspielen ungeschlagen und hat elf Partien davon gewonnen (unter anderem fünf der letzten sechs). Die Gesamtbilanz bei Heimspielen in der UEFA-Europa-League-Gruppenphase ist 15 Siege, 3 Remis und 5 Niederlagen, zuletzt verlor man im Stadion Salzburg am dritten Spieltag der Saison 2016/17 - mit 0:1 gegen Nizza. In den letzten 14 UEFA-Europa-League-Heimspielen (inklusive Play-offs) haben die Salzburger nie mehr als einen Gegentreffer kassiert, in acht Partien davon spielten sie zu null.

Leipzig
• Leipzig beendete die Saison 2017/18 auf dem sechsten Platz in der Bundesliga und qualifizierte sich damit zum zweiten Mal in Folge für einen europäischen Wettbewerb. Das kontinentale Debüt endete im Viertelfinale der UEFA Europa League - RB scheiterte an Marseille - nachdem sie zuvor Gruppendritter in der UEFA Champions League geworden waren.

• Nach Siegen gegen den schwedischen Vertreter Häcken und die Rumänen von Universitatea Craiova in den ersten beiden Qualifikationsrunden der laufenden Saison benötigte Leipzig ein Elfmetertor in letzter Minute von Emil Forsberg, um sich in den Play-offs mit insgesamt 3:2 gegen den ukrainischen Klub Zorya Luhansk durchzusetzen.

• Mit Leipzigs 1:2-Niederlage bei Celtic endete die Serie von vier Europapokal-Auswärtsspielen ohne Niederlage in dieser Saison, vor dem 3:1-Erfolg bei Rosenborg am zweiten Spieltag gab es in der Qualifikation zur laufenden UEFA Europa League drei Unentschieden. Leipzigs Auswärtsbilanz aus zwei Spielzeiten Europapokal: 3 Siege, 4 Unentschieden, 4 Niederlagen; in nur einem dieser elf Spiele blieb man ohne Gegentreffer (beim 0:0 bei Zorya).

Verschiedenes 
• Salzburgs Trainer Marco Rose wurde in Leipzig geboren und spielte als Profi in Deutschland. Sein Assistent Alexander Zickler ist ebenfalls Deutscher und machte zwölf Länderspiele, er spielte bei Dynamo Dresden und Bayern München.

• Salzburgs André Ramalho (Leverkusen, Mainz), Marin Pongračić (1860 München), Zlatko Junuzović (Werder Bremen) und Reinhold Yabo (Köln, Aachen, Karlsruhe, Bielefeld) haben alle schon in Deutschland gespielt.

• Aus dem Leipziger Kader standen Péter Gulácsi, Dayot Upamecano, Stefan Ilsanker, Kevin Kampl, Konrad Laimer und Marcel Sabitzer einst bei Salzburg unter Vertrag, während Smail Prevljak 2014 von Leipzig nach Salzburg wechselte. Leipzigs Trainer Ralf Rangnick war früher Sportdirektor bei den Mozartstädtern.

• Salzburg spielt zum achten Mal in der UEFA Europa League, was Rekord ist (gemeinsam mit Ajax und Sporting CP). Am vierten Spieltag bei Rosenborg feierte der Klub aus Österreich seinen 35. Sieg in diesem Wettbewerb und stellte damit einen Rekord auf - Villarreal hat einen Sieg weniger.

• Obwohl er bei Rosenborg leer ausging, ist Salzburgs Munas Dabbur mit fünf Treffern derzeit der beste Torschütze in der UEFA Europa League 2018/19. Sein Teamkollege Takumi Minamino, der in Trondheim dreimal traf, liegt wie Apollon Limassols Emilio Zelaya einen Treffer dahinter.

Die Trainer
• Der ehemalige Jugendtrainer Marco Rose, der den Klub 2016/17 zum Triumph in der UEFA Youth League führte, wurde im Juni 2017 befördert und Nachfolger von Salzburgs Cheftrainer Óscar García. Der ehemalige Verteidiger, der bei seinem Heimatklub Leipzig sowie in Hannover und Mainz spielte, gehört seit 2013 dem Trainerstab von Salzburg an. In seiner Debütsaison als Salzburger Cheftrainer führte er den Klub zur fünften österreichischen Meisterschaft in Folge und ins Halbfinale der UEFA Europa League.

• Ralf Rangnick kehrte im Sommer 2018 auf die Trainerbank von RB Leipzig zurück, nachdem er diesen Posten bereits 2015/16 bekleidet hatte, als er den Klub in die Bundesliga führte. Seit 2012 ist er Sportdirektor des Vereins, nachdem er sich zuvor vorzeitig bei Schalke verabschiedet hatte. Dort war er bereits zum zweiten Mal, nach einem sehr erfolgreichen Intermezzo bei Hoffenheim, als er mit der TSG zweimal in Folge aufsteigen konnte. 2019 wird er vom derzeitigen Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann abgelöst.

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