Lucky Punch bringt Rapid drei Punkte

Mert Müldür und Philipp Schobesberger drehten für die Österreicher das Spiel gegen Spartak. Rapid darf nun hoffen.

Der SK Rapid Wien darf weiter auf den Aufstieg in der UEFA Europa League hoffen. Die Österreicher bezwangen Spartak Moskva im eiskalten Russland nach Rückstand mit 2:1. Zé Luís sorgte für die Führung der Hausherren, Mert Müldür glich in der zweiten Halbzeit per Kopf aus. Philipp Schobesberger traf vor 20.739 Zusehern in der Nachspielzeit zur Entscheidung.

Dietmar Kühbauer überraschte mit seiner Aufstellung indem er den zuletzt formschwachen Kapitän Stefan Schwab auf der Bank ließ. Mario Sonnleitner fiel kurzfristig aus, Boli Bolingoli rückte ins ungewohnte Mittelfeld und Maximilian Hofmann feierte sein Comeback.

Zu Beginn gab es Chancen auf beiden Seiten. Die Spartak-Fans hatten bei einer Chance von Lorenzo Melgarejo schon den Jubelschrei auf den Lippen, der beförderte den Ball allerdings ins Außennetz. Rapid wurde durch Möglichkeiten von Bolingoli und Christoph Knasmüllner gefährlich.

In der 20. Minute gingen schließlich die Russen in Führung. Bei einem Konter rückte Hofmann aus der Abwehr und Zé Luís stieß in die frei gewordene Lücke. Nach Pass von Melgarejo ließ der Stürmer von den Kapverden Torhüter Richard Strebinger keine Chance.

Danach verwalteten die Hausherren geschickt die Führung und boten den Gästen kaum Räume. Dasselbe Bild präsentierte sich in der zweiten Hälfte. Bis auf einen Schuss von Deni Alar wurde Rapid nicht gefährlich. Aber auch Spartak stellte das Offensivspiel weitgehend ein.

Also musste Kühbauer reagieren - und das tat er auch. Mit der Einwechslung von Stefan Schwab und Philipp Schobesberger kam Schwung in den Aufbau der Grün-Weißen. Ein Wechsel, der sich bezahlt machte. Schon allein der nominelle Kapitän sorgte mit zwei Schüssen für Gefahr. 

Einer davon führte zu einem Eckball. Knasmüllner servierte diesen ideal auf die Stirn von Mert Müldür - der beförderte die Kugel präzise in die Ecke. 1:1 - und plötzlich war Feuer in der Begegnung.

Beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter mehr. Zé Luís scheiterte mit einem Fallrückzieher auf der einen Seite - und Philipp Schobesberger sorgte auf der anderen für die Entscheidung in der Nachspielzeit.

Schwab spielte den idealen Steilpass durch die gegnerischen Reihen, Schobesberger überhob den herauslaufenden Torhüter Artem Rebrov und musste nur noch einschieben. 

Rapid hat mit sieben Punkten aus fünf Spielen nun ausgezeichnete Chancen auf den Aufstieg. Am letzten Spieltag gastiert Rangers FC in Hütteldorf. Spartak muss auswärts bei Villarreal bestehen.

Dietmar Kühbauer, Trainer SK Rapid Wien
Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft Und noch mehr mit dem Sieg, der absolut verdient war. Auch wenn er erst in der Nachspielzeit gefallen ist. Wir waren über 90 Minuten aktiver. Jetzt haben wir ein Heimspiel, wir werden alles daran setzen, dass wir in der Europa League überwintern.

Oleg Kononov, Trainer Spartak Moskva
Wir können mit diesem Resultat nicht zufrieden sein. Wir haben viele Fehler gemacht. Wir wollten, dass die Mannschaft aggressiver spielt, aber das hat nicht geklappt. Rapid hat sehr gut gespielt und es ist kein Zufall, dass sie am Ende zwei Tore geschossen haben.

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