Rapid bleibt im Rennen

Ein torloses Unentschieden zwischen Rapid und Villarreal in Wien-Hütteldorf sorgt für Hochspannung in der Gruppe G. Alles ist noch offen.

Fehler beim Abspielen des Videos

message

Nächstes Video

Durch ein 0:0 daheim gegen Villarreal CF sind die Aufstiegschancen des SK Rapid in der Gruppe G der UEFA Europa League weiterhin intakt. Langweilig wurde den 22.100 Besuchern im Weststadion bei der rassigen Begegnung nicht.

Dietmar Kühbauer überraschte, als er Boli Bolingoli auf der Bank ließ. Sein Gegenüber Javier Calleja verzichte auf Pablo Fornals und Karl Toko Ekambi - die beiden stärksten Spieler beim 5:0-Erfolg im Hinspiel.

Spielerisch präsentierten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die gefährlicheren Chancen konnten allerdings zunächst die Spanier für sich verbuchen. Richard Strebinger ließ sich dabei jedoch nicht aus der Ruhe bringen.

Santiago Cásares scheiterte ebenso wie Nicola Sansone und Dani Raba am starken Schlussmann der Grün-Weißen. Auf der Gegenseite stellte sich Veton Berisha mit einem Schuss aus spitzem Winkel vor.

Spätestens mit dieser Aktion wurde den Gästen klar, dass sie es mit einer gänzlich anderen Mannschaft zu tun hatten, als noch beim 5:0 vor zwei Wochen. Rapid präsentierte sich schlichtweg viel konzentrierter und kompakter.

Zur Halbzeit brachte Kühbauer den Edeltechniker Christoph Knasmüllner aufs Feld - und prompt hätte Rapid in Führung gehen müssen. Andrija Pavlović verpasste den Torjubel aber doppelt. Erst setzte er eine Hereingabe von Berisha knapp neben die Stange, dann schoss er Torhüter Andrés Fernández an.

In dieser Tonart ging es weiter. Berisha hatte mit einem Volley die Führung am Fuß, genauso wie Knasmüllner mit einem Schuss aus der Drehung. Auf der anderen Seite versteckte sich aber Villarreal ebensowenig.

Toko Ekambi lenkte etwa einen Flachschuss mit der Fußspitze über das Tor, Santi Cazorla setzte seinen Versuch knapp daneben. Den Matchball hatte aber Gerard Moreno tief in der Nachspielzeit am Fuß. Marvin Potzmann kratzte den Ball aber noch irgendwie über die Linie.

So blieb es beim letztlich gerechten 0:0, Rapid hat nun als Tabellenletzter vier Punkte am Konto, Villarreal steht mit nur zwei Punkten mehr an der Spitze. In der Gruppe G ist also zwei Spieltage vor der Winterpause noch alles offen.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Schwab, Kapitän SK Rapid Wien
Den Punkt haben wir uns verdient. Mit ein bisschen Glück machen wir das Tor, aber es ist nach wie vor alles offen. Die Formkurve zeigt bei uns nach oben. Auf diese Leistung können wir aufbauen.

Dietmar Kühbauer, Trainer SK Rapid Wien
Es war ein 0:0 der besseren Sorte. Vor zwei Wochen haben wir 0:5 verloren, heute hat uns eigentlich niemand etwas zugetraut. Wir haben gesehen, dass sie auch nur Menschen sind. Es hat nicht alles zu hundert Prozent funktioniert, aber dennoch bin ich mit der Leistung zufrieden.

Oben