Bayer oder FCZ - wer wird die Gruppe gewinnen?

Nach dem 1:0-Sieg gegen Zürich liegt Leverkusen punktgleich mit den Schweizern an der Spitze der Gruppe A. UEFA.com-Reporter Matthias Rötters wagt eine Prognose, wer die Gruppe am Ende gewinnen wird.

Mitchell Weiser (Leverkusen) & Antonio Marchesano (Zürich) im Duell
Mitchell Weiser (Leverkusen) & Antonio Marchesano (Zürich) im Duell ©AFP/Getty Images

Trotz der 0:1-Niederlage in Leverkusen war die Stimmung bei den Spielern des FC Zürich nicht besonders schlecht. Der Grund: Wie die Werkself ist auch Zürich bereits für die K.-o.-Runde qualifiziert. Die spannende Frage lautet nun: Wer wird die Gruppe gewinnen? UEFA.com-Reporter Matthias Rötters mit einer Einschätzung.

Das spricht für Leverkusen

Tin Jedvaj erzielte das Goldene Tor für Bayer
Tin Jedvaj erzielte das Goldene Tor für Bayer©Getty Images
  • Die Mannschaft von Heiko Herrlich hat den direkten Vergleich auf ihrer Seite. Zürich gewann das Hinspiel mit 3:2, Leverkusen blieb beim eigenen 1:0-Heimspielsieg ohne Auswärtstor des Gegners. Vorteil: Bayer.

  • Leverkusen zeigte auch, dass es vor allem in der Offensive mehr zu bieten hat als der Dritte der Schweizer Liga. "Ich freue mich sehr über meinen Treffer und denke, wir haben dieses Spiel verdient gewonnen", erklärte auch ein sichtlich zufriedener Tin Jedvaj.

  • Für Leverkusen spricht auch, dass die ausstehenden Aufgaben durchaus als Pflichtsiege zu verbuchen sind. Ein Heimspiel gegen Ludogorets und ein Auswärtsspiel in Larnaka - das ist machbar. Auch Julian Brandt erklärt: "Unser Anspruch muss es sein, diese beiden Spiele zu gewinnen."


Das spricht für Zürich

Ludovic Magnien ist mit seinem Team ebenfalls eine Runde weiter
Ludovic Magnien ist mit seinem Team ebenfalls eine Runde weiter©Getty Images
  • Die Stimmung bei den Schweizern war trotz der Niederlage gefühlt besser als bei Bayer. Für den FCZ ist der Einzug in die nächste Runde jetzt schon ein Erfolg, auch wenn Trainer Ludovic Magnin mahnt: "Bei mir überwiegt heute noch die Wut über die Niederlage."

  • Man hat auch das Gefühl, dass die Europa League für sein Team etwas mehr bedeutet als für die Leverkusener. Während die Bayer-Stars nach dem Spiel hauptsächlich die nächsten Bundesliga-Spiele thematisierte, blickten die Züricher noch mit gläzenden Augen voraus auf die letzten Gruppenspiele. Kevin Rüegg erklärte beispielsweise: "Wir freuen uns sehr auf die beiden Spiele. Jedes Euro-League-Spiel ist etwas Besonderes."

  • Und Zürich hat bei diesem Unterfangen auch weniger Druck als Leverkusen. Während Bayer aufgrund der stark schwankenden Saison-Leistungen unter Beobachtung steht, können die Schweizer (zumindest auf der europäischen Bühne) befreit aufspielen. Das könnte am Ende ein Vorteil sein.

Fazit: Leverkusen hat die besseren Karten, Zürich den psychologischen Vorteil. Am Ende wird es drauf ankommen, welches Team sich trotz der bereits feststehenden Qualifikation für die nächste Runde besser motivieren und konzentrieren kann.

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