"Diese Serie wollen wir brechen"

Zürich hat diese Saison noch kein Heimspiel verloren. Leverkusen-Trainer Heiko Herrlich gibt sich vor dem Spitzenspiel in der Gruppe A angriffslustig.

Heiko Herrlich will Zürichs Serie brechen
Heiko Herrlich will Zürichs Serie brechen ©Getty Images

Am Donnerstag kommt es zum Spitzenduell zwischen Leverkusen und Zürich. Beide Mannschaften führen mit sechs Punkten die Gruppe A der UEFA Europa League an. Wettbewerbsübergreifend sind die Züricher dieses Jahr zuhause noch ungeschlagen, was Leverkusen-Trainer Heiko Herrlich ändern will: "Diese Serie wollen wir brechen."

Auch für Bayer-Geschäftsführer Rudi Völler ist die Marschroute für die Partie im Letzigrund in Zürich klar: "Wir haben uns durch unsere ersten beiden Ergebnisse eine gute Ausgangslage geschaffen – die wollen wir ausbauen! Wir wollen mit einem guten Resultat morgen, unser Selbstvertrauen, das zuletzt ein bisschen gelitten hat, steigern."

Angeknackst ist das Leverkusener Selbstvertrauen in der Tat. In der Bundesliga gab es zuletzt gegen Freiburg und Hannover zwei Unentschieden in Folge. Auch Tabellenplatz 14 entspricht nicht den Ansprüchen der Nordrhein-Westfalen. Gegen Hannover konnte Karim Bellarabi erst in der 94. Min. die Niederlage abwenden – immerhin bewies die Mannschaft damit Moral.

Karim Bellarabi traf in der Nachspielzeit zum Ausgleich
Karim Bellarabi traf in der Nachspielzeit zum Ausgleich©Getty Images

Innenverteidiger Sven Bender zeigt sich zuversichtlich: "Es steht Europa League an – deswegen wäre es optimal, wenn wir unser Europa League-Gesicht zeigen und die nächsten drei Punkte einfahren würden."

In Zürich muss Herrlich auf Innenverteidiger Jonathan Tah verzichten, der mit einer Muskelverhärtung im Oberschenkel, auch im Hinblick auf den straffen Terminplan in den kommenden drei Wochen, in Deutschland blieb. Dafür ist der 20-jährige Grieche Panagiotis Retsos wieder mit dabei. Nach seinem Sehnen-Teilriss im Oberschenkel befindet er sich das erste Mal in dieser Saison im Kader.

Zürich feiert Anfang Oktober den 1:0-Sieg gegen Ludogorets in der Gruppe A
Zürich feiert Anfang Oktober den 1:0-Sieg gegen Ludogorets in der Gruppe A©Getty Images

Auf der Gegenseite steht mit Ludovic Magnin ein alter Bekannter aus der Bundesliga an der Seitenlinie. In der Liga stellen die Züricher die zweitbeste Abwehrreihe, auch in der Europa League kassierten sie neben Chelsea und Betis als einzige Mannschaft noch keinen Gegentreffer. Der Offensivreihe von Leverkusen steht also ein Härtetest bevor.

Gegen den amtierenden Meister Young Boys gab es zuletzt ein 3:3 - und an Selbstbewusstsein mangelt es den Schweizern definitiv nicht: "Auch gegen einen starken Gegner wie Bayer wollen wir dominant sein und nach vorne spielen. Mit Leidenschaft und wenn wir alle zusammenarbeiten, können wir Leverkusen schlagen", gab Mittelfeldspieler Antonio Marchesano zu Protokoll.

Wer morgen gewinnt, macht einen großen Schritt in Richtung Runde der letzten 32. Die Leverkusener zeigten sich in der Europa League bisher äußerst offensivfreudig, treffen jetzt aber auf eine der besten Abwehrreihen im Wettbewerb. Alles deutet auf ein packendes Duell in Zürich hin.

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