Frankfurts Serie geht weiter

Frankfurt ist der Einzug in die K.-o.-Runde kaum mehr zu nehmen. Nach dem 2:0 gegen Apollon Limassol haben sie nun acht Punkte Vorsprung auf Platz drei. Die Tore schossen Filip Kostić und Sébastien Haller.

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Eintracht Frankfurt steht mit einem Bein in der K.-o.-Runde der UEFA Europa League. Der Tabellenführer aus Hessen setzte sich in der Gruppe H daheim gegen Apollon Limassol mit 2:0 durch, gewann damit auch sein drittes Spiel und ist praktisch nicht mehr von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen. Für die Tore sorgten Filip Kostić in der 13. und Sébastien Haller in der 32. Minute.

Nach dem triumphalen 7:1 am Wochenende gegen Düsseldorf nahm Trainer Adi Hüter drei Änderungen vorbei, wobei der Tausch des Torhüters die namhafteste war. Weil Kevin Trapp leicht angeschlagen ist, kam Frederik Rønnow. Für den Dänen war es der vierte Pflichtspieleinsatz für seinen neuen Verein, der erste in Europa.

Und der Keeper war auch Ausgangpunkt des ersten Tores seiner Mannschaft. Nach einem langen Abschlag legte Ante Rebić die Kugel mit dem Kopf auf Sébastien Haller, der sie zu Kostić weiterbeförderte, und der Serbe versuchte es mit einem Flachschuss, den der unglückselige Gästekeeper Bruno Vale durch die Beine ins Tor kullern ließ. Der Freude der Hessen aber tat das keinen Abbruch.

Und dann schoss der DFB-Pokal-Sieger mit seiner allerersten Chance seinen zweiten Treffer. Nach Hereingabe von Evan N'Dicka war Sébastien Haller mit dem Kopf zur Stelle und ließ dem Schlussmann der Gäste diesmal keine Chance. Es war seine 13. Torbeteiligung im 13. Pflichtspiel – was für ein grandioser Spieler!

Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hätte eigentlich der nächste Treffer fallen müssen, als Jonathan de Guzmán nach Vorarbeit von Ante Rebić und Haller freistehend um Zentimeter verzog.

Dass die Gastgeber bis zum Schluss konzentriert bleiben mussten, das wussten sie, denn auch gegen Marseille hatte Apollon 0:2 zurückgelegen, um am Ende noch einen Punkt zu ergattern.

Aber Frankfurt nahm seine Aufgabe weiterhin sehr ernst, zu Recht, wie sich in der 55. Minute zeigte, als die Gäste die erste Chance der Partie hatten. Und elf Minuten vor Schluss sorgten die Gäste mit einem doppelten Aluminiumtreffer noch einmal für Aufregung. Aber das 2:0 hatte bis zum Schluss Bestand.

Der Höhenflug der Eintracht hält also weiter an, denn dies war bereits der fünfte Pflichtspielsieg in Folge. Acht Punkte Vorsprung vor dem drittplatzierten Marseille - und das bei noch drei verbleibenden Spielen –, da kann nichts mehr anbrennen. In zwei Wochen kann die Eintracht in Zypern auch die kaum mehr vorhandenen Zweifel am Weiterkommen in die K.-o.-Runde beseitigen.

Die Stimmen zum Spiel

Adi Hütter, Trainer Frankfurt
Wir haben jetzt eine Topausgangsposition, weil Marseille nun gewaltig unter Druck steht. Mit diesem verdienten 2:0-Sieg haben wir uns die Tür zum Sechszehntelfinale weit aufgemacht. Wir hatten 23:7 Torschüsse, wir müssen aus diesen sehr guten Möglichkeiten mehr Tore machen. Aber insgesamt gehen wir, trotz der Chancen von Apollon klar als verdienter Sieger vom Platz. Das war wieder eine unglaubliche Stimmung, es macht einfach irrsinnigen Spaß, wir müssen mit den Fans einfach Schritt halten, und deshalb hat die Mannschaft dieses Spiel sehr ernst genommen.

Marco Russ, Abwehrspieler Frankfurt
Das war das schwerste Spiel, weil die Erwartungen ziemlich hoch waren. Gerade mit der Serie im Rücken und den beiden Siegen gegen die vermeintlichen Topfavoriten in der Gruppe. Deshalb wussten wir genau, was auf uns zukommt, aber wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Man kann uns vielleicht vorwerfen, dass wir den einen oder anderen Treffer liegen lassen haben. Wir haben heute einen riesigen Schritt Richtung K.-o.-Phase gemacht.

Fredi Bobic, Sportvorstand Frankfurt
Es macht Freude, wenn man ein Spiel nach dem anderen gewinnt. Das ist für uns keine Normalität, das nehmen wir sehr gern mit. Wir spüren, dass die Jungs voller Selbstvertrauen sind. Die Zuschauen haben unheimlich viel Spaß dabei, unsere Fans sind natürlich auch eine Macht, wenn bei uns im Stadion das Licht angeht, dann brennt es wahrhaftig, und das merkt man auf dem Platz.

 

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