Angeschlagener SK Rapid jagt die Trendwende

Beim österreichischen Rekordmeister ist Sand im Getriebe. Ausgerechnet in Spanien soll nun alles anders werden.

Auch unter Dietmar Kühbauer ging die Achterbahnfahrt bislang weiter
Auch unter Dietmar Kühbauer ging die Achterbahnfahrt bislang weiter ©AFP/Getty Images

Wenn der SK Rapid Wien bei Villarreal CF um wichtige Punkte in der UEFA Europa League kämpft, dann sind die Rollen klar verteilt. Vor allem nachdem es bei den Österreichern zuletzt nicht rund lief.

In der vergangenen Bundesliga-Runde musste die Elf von Dietmar Kühbauer eine bittere 0:3-Niederlage beim Außenseiter TSV Hartberg hinnehmen – und jetzt wartet auch noch ein ganz anderes Kaliber.

"Villarreal ist von der Spielstärke weit über Hartberg zu stellen. Da können wir uns beweisen. Ich freue mich auf das Spiel und ich hoffe, dass das nach dem Spiel auch noch gilt. Wir haben einen Gegner vor der Tür, der fußballerisch besser ist als wir. Aber wenn wir mutig auftreten, können wir etwas mitnehmen", meinte der Trainer.

Dabei will Kühbauer aber nicht alles auf eine Karte setzen: "Taktische Disziplin ist dringend vonnöten. Wenn wir mit offenem Visier spielen, dann kann es böse enden. Wir dürfen aber nicht nur reagieren, wir müssen auch agieren. Entscheidend wird sein, dass wir sehr kompakt stehen."

Aber auch bei den Spaniern läuft die Saison bislang nicht nach Wunsch. In der Primera División steht Villarreal nur auf dem 16. Rang. Vier Pflichtspiele ist man nun schon ohne Sieg. Zuletzt gab es aber immerhin ein 1:1 gegen Atlético Madrid.

Zudem muss Trainer Javier Calleja auf zahlreiche Spieler verzichten. Unter anderem fällt Kapitän Bruno Soriano, der beim letzten Aufeinandertreffen mit Rapid vor drei Jahren den Siegtreffer zum 1:0 beisteuerte, aus. Auch der Kolumbianer Carlos Bacca, der im Sommer vom AC Milan kam, fehlt wegen einer Verletzung.

Rapid muss unter anderem ohne Max Hofmann, Philipp Schobesberger und Stephan Auer auskommen. Grund zur Hoffnung gibt Kühbauer, dass sein Team in dieser Saison auf internationaler Bühne gute Leistungen zeigte. Im Gegensatz zur Bundesliga. "Ein Sieg kann bei den Burschen vieles lösen", wusste der Trainer, der nun endlich Konstanz herbeiführen will.

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