Rapid verliert bei Kühbauer-Debüt

In Glasgow unterlagen die Grün-Weißen mit 1:3. Vor allem im ersten Durchgang bot Rapid allerdings eine ansehnliche Leistung.

Das Debüt von Didi Kühbauer als Trainer vom SK Rapid war nicht von Erfolg gekrönt. Nach einer starken zweiten Hälfte setzte sich Rangers FC am zweiten Spieltag der UEFA Europa League in Glasgow verdient mit 3:1 durch. Die Österreicher gingen zwischenzeitlich durch Veton Berisha in Führung.

In der ersten Formation des neuen grün-weißen Trainers feierte gleich einmal Andrija Pavlović sein Startelf-Debüt. Edeltechniker Christoph Knasmüllner hingegen wurde nicht berücksichtigt. 

Im ersten Durchgang sah man auch deutlich, dass zwei Team mit großem Kampfgeist aufeinander trafen. Hergeschenkt wurde kein Zentimeter. Das harte, aber faire Spiel bekam Mateo Barać zu spüren. Blutüberströmt musste er nach einer halben Stunde ausgewechselt werden, statt ihm kam Christopher Dibon aufs Feld. Nach einer komplizierten Hüftverletzung war es sein erster Einsatz seit eineinhalb Jahren.

Und er sah gleich den Führungstreffer seiner Mannschaft. Andrei Ivan brach auf der rechten Seite durch, Andrija Pavlović verlängerte etwas unfreiwillig in der Mitte den Querpass und Veton Berisha vollendete staubtrocken (42.).

Der Jubel währte nur kurz, denn praktisch mit dem Gegenstoß gelang den Schotten der Ausgleich. James Tavernier, der am rechten Flügel ein großes Spiel absolvierte, bediente Alfredo Morelos. Mit einem Tackling erwischte der Kolumbianer noch den Ball und stellte auf 1:1 (43.). 

Im zweiten Durchgang bekamen die Rangers immer mehr die Kontrolle, Torchancen blieben allerdings Mangelware. Bei einem Kopfball von Ovie Ejaria musste sich Richard Strebinger jedoch ordentlich strecken.

In Minute 84 war der Schlussmann dann aber machtlos. Mario Sonnleitner holte im Sechzehner Morelos von den Beinen, Tavernier trat zum fälligen Elfmeter an und donnerte diesen ins rechte Kreuzeck. Das Tüpfelchen auf dem i für die Leistung des Außenverteidigers.

Rapid versuchte sich noch einmal aufzubäumen und warf alles nach vorne. Morelos fand deswegen tief in der Nachspielzeit eine dankbare Kontersituation vor und verwertete diese zum letztendlich verdienten 3:1-Endstand. Die Schotten halten somit nach zwei Spieltagen bei vier Punkten, die Wiener haben drei auf dem Konto.

Mario Sonnleitner, Spieler Rapid Wien
Das 1:1 kurz vor der Pause hat uns aus dem Konzept gebracht. Ein Unentschieden wäre drinnen gewesen. Über 80 Minuten war die Leistung in Ordnung, aber dennoch sind wir enttäuscht. Die Rangers kommen aber auch noch nach Wien.

Stefan Schwab, Kapitän Rapid Wien
In der zweiten Hälfte haben wir aufgehört Fußball zu spielen. Wir sind der verdiente Verlierer. Sie haben das Tor erzwungen, wir konnten nicht mehr für Entlastung sorgen. Schade, den Punkt hätten wir mitnehmen können.

Oben