Salzburg gibt sich noch nicht geschlagen

Der österreichische Meister steht mit dem Rücken zur Wand. Jetzt will man aber nicht alles über den Haufen werfen - sondern die Dinge einfach besser machen.

Marco Rose gibt die Richtung vor
Marco Rose gibt die Richtung vor ©Getty Images

Eine Woche nach der 2:4-Auswärtsniederlage im Hinspiel des UEFA Europa League Viertelfinales gegen SS Lazio hat der FC Salzburg wieder neuen Mut gefasst. Trotz der schlechten Ausgangssituation will es der österreichische Meister noch einmal wissen. 

"Wir brauchen einen Sieg mit zwei Toren Differenz, dürfen dabei höchstens ein Tor bekommen", fasste Trainer Marco Rose die Rechenspiele zusammen. "Man sollte aber nicht in Ergebnis-Kategorien denken, wir sollten eher schauen, dass wir eine Top-Leistung bieten." 

Dass das jedoch keine leichte Aufgabe ist, liegt auf der Hand: "Sportlich gesehen ist dies enorm schwierig, weil Lazio eine Top-Mannschaft ist. Sie stehen nicht umsonst auf Rang drei in Italien und haben dabei mehr Treffer als Juventus erzielt. Die Luft im Europa League-Viertelfinale ist schon sehr dünn. Aber wir glauben an unsere Chancen und werden dafür nochmals alles investieren."

Alles über den Haufen werfen will Rose aber nicht: "Müssen wir anders auftreten? Wir haben einfach nicht genug richtig gemacht. Gegen dieses 5-3-2 von Lazio müssen wir schärfer verteidigen. Passieren kann alles." Bis auf den gesperrten Diadie Samassekou steht Marco Rose der gesamte Kader zur Verfügung.

"Wir glauben daran, dass wir das schaffen können. Wir haben das vergangene Spiel gut analysiert und werden hoffentlich die richtigen Schlüsse ziehen", meinte auch Valon Berisha.

Im ausverkauften Stadion Wals-Siezenheim ist auch für Torjäger Munas Dabbur alles drin: "Wir wollen Lazio einen großen Fight liefern und alles tun, um diesen Abend für unsere Fans ganz speziell zu machen."

Ein Rezept hat der Israeli dafür auch schon parat: "Dafür brauchen wir höchste Konzentration. Außerdem wird es wichtig sein, die Stärken Lazios – ihr präzises und durchschlagskräftiges Umschaltspiel – so gut es geht zu unterbinden."

Doch nicht nur Salzburg ist gewarnt. Auch Lazio-Trainer Simone Inzaghi warnt vor dem Gegner und dem vermeintlich bequemen Vorsprung: "Wir spielen gegen ein starkes Team, das gut organisiert und vorbereitet sein wird. Wir werden eine starke Leistung brauchen, denn auch das volle Stadion wird Salzburg unterstützen."

Und noch eine Sache sollte Lazio vorsichtig werden lassen. Denn ausgerechnet der ewige Rivale AS Roma hat soeben bewiesen, dass man trotz einer schlechten Ausgangssituation auch noch aufsteigen kann. 

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