BVB gegen Salzburg: Was spricht jetzt für wen?

Die Salzburger feierten den 2:1-Sieg in Dortmund lautstark im Kabinengang. Im Viertelfinale stehen die "Roten Bullen" allerdings noch (lange) nicht, wie UEFA.com-Reporter Matthias Rötters erklärt.

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Die Salzburger Spieler feierten ihren Sieg beim BVB lautstark im Kabinengang. Im Viertelfinale stehen die "Roten Bullen" allerdings noch (lange) nicht. UEFA.com-Reporter Matthias Rötters erklärt, was vor dem Rückspiel für welches Team spricht.

Das spricht für Salzburg:

Das Ergebnis
Der FCS steht nach dem Auswärtssieg mit zwei Auswärtstoren schon gefühlt im Viertelfinale. Dortmund käme mit einem 2:1 in Salzburg in die Verlängerung. Ansonsten würde dem BVB nur ein Sieg mit zwei (oder mehr) Toren Vorsprung – oder ein Auswärtssieg wie 3:2, 4:3… – reichen, um weiterzukommen. Das wird nicht leicht.

Valon Berisha, der Salzburger Matchwinner
Valon Berisha, der Salzburger Matchwinner©AFP/Getty Images

Die Euphorie
Der Jubel der Salzburger war groß, auch wenn er Grenzen kannte. Matchwinner Valon Berisha erklärte: "Wir haben erst eine Halbzeit gespielt gegen den BVB und gehen jetzt mit Schwung ins Rückspiel. Da werden wir dann alles dafür geben, das Weiterkommen klarzumachen. Wir sind guter Dinge." Die Stimmungslage spricht in jedem Fall für die Österreicher.

Der Heimvorteil
Dazu kommt natürlich noch der Heimvorteil. Das Rückspiel in Salzburg wird ausverkauft sein. Das fast schon historische Ergebnis aus dem Hinspiel wird seinen Teil zur richtigen Stimmung im Rückspiel beitragen. Ganz Salzburg freut sich auf einen historischen Abend. Das kann besondere Kräfte freisetzen.

Das spricht für Dortmund:

Die beiden Trainer: Peter Stöger und Marco Rose
Die beiden Trainer: Peter Stöger und Marco Rose©Getty Images

Wut im Bauch
Dortmund-Trainer Peter Stöger erklärte: "Es gibt zum Glück noch ein weiteres Spiel. In der Liga kannst du ein Spiel nicht ausgleichen, wir haben jetzt zum Glück die Chance dazu. Meine Spieler werden dieses Spiel heute vergessen machen wollen. Zufrieden ist hier sicher keiner." Und auch André Schürrle sagte: "Mit uns ist noch zu rechnen. Wir wollen ins Viertelfinale und allen zeigen, dass wir besser spielen können als heute."

Die Qualität
Auch wenn Salzburg gewann, hat der BVB nach wie vor die besseren Einzelspieler im Kader – und mehr Erfahrung auf Top-Niveau. "Wenn wir uns im Rückspiel anders präsentieren, dann ist natürlich noch was drin", erklärte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer schon fast trotzig. Ihm und seinen Teamkollegen war ganz klar, dass sie sich im Heimspiel gegen den FCS weit unter Wert verkauft hatten.

Die Konstellation
"Wir brauchen jetzt nicht mehr lange überlegen und rechnen. Wir müssen in Salzburg auf Sieg spielen", fand Schürrle klare Worte. Der BVB wird im Rückspiel von Beginn an "mit dem Messer zwischen den Zähnen" auflaufen und ist nach dem Hinspiel gewarnt. Salzburg hat nach dem Hinspiel-Sieg jetzt auch Druck und sicher keine geringe Erwartungshaltung zu erfüllen. Ein 1:0 des BVB im Rückspiel würde sicher für ein großes Raunen und eine gewisse Portion Verunsicherung im Stadion sorgen...

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