Leipzig siegt dank Bruma und Werner

Leipzig führte im Achtelfinal-Hinspiel gegen Zenit nach Toren von Bruma und Timo Werner bereits verdient mit 2:0, ehe Domenico Criscito kurz vor Schluss für einen Dämpfer sorgte.

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RB Leipzig hat im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League nach einer überzeugenden Leistung verdient mit 2:1 gegen Zenit gewonnen. Die beiden Tore der Hausherren erzielten Bruma und Timo Werner in der zweiten Halbzeit, bevor Domenico Criscito kurz vor Schluss verkürzen konnte.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl nahm in der Startelf im Vergleich zum letzten Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund zwei Änderungen vor. Für den angeschlagenen Kevin Kampl rückte Diego Demme ins defensive Mittelfeld, und in der Offensive spielte Bruma von Beginn an für Marcel Sabitzer.

Von Beginn an entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, in dem vor allem RB den direkten Weg zum Tor suchte. Die ersten nennenswerten Chancen hatten dann auch die Leipziger, jeweils nach Ecke von Emil Forsberg. Zunächst nahm Werner eine Hereingabe des Schweden aus 20 Metern volley und verzog nur knapp (10.) Wenig später schoss Dayot Upamecano aus der Drehung zwei, drei Meter über den Kasten.

In der 25. Minute hatte Werner die bis dato größte Chance des Spiels, als er sich über halblinks gut durchsetzte, seinen Schuss von der Strafraumkante aber etwas zu hoch ansetzte. Leipzig wurde nun immer dominanter, schnürte die Gäste phasenweise minutenlang in deren Hälfte ein.

Doch das Tor wollte einfach nicht fallen; auch als Forsberg zu einem Freistoß aus 25 Metern antrat - und den Ball an den linken Innenpfosten zirkelte. Kurz vor der Pause hatte RB abermals die Chance zur Führung. Doch nach einem indirekt ausgeführten Freistoß von Forsberg und einer Weitergabe von Demme schoss Werner den Ball aus der Drehung am rechten Pfosten vorbei.

Timo Werner trifft zum 2:0
Timo Werner trifft zum 2:0©AFP/Getty Images

Nach einer knappen Stunde sollte sich der Druck der Hausherren endlich bezahlt machen. Werner legte auf halblinks traumhaft per Absatzkick auf den durchstartenden Bruma ab. Der behielt anschließend die Ruhe und schob den Ball mit rechts überlegt ins rechte Eck zur 1:0-Führung. Nur drei Minuten später hätte es 2:0 stehen müssen. Doch Werner scheiterte freistehend an Zenit-Torwart Andrei Lunev.

Erst jetzt wachte Zenit auf und kam nun auch das eine oder andere Mal gefährlich vor das Tor von Gulácsi. Doch zu wirklich klaren Torchancen kamen die Gäste aus St. Petersburg zunächst nicht. Dafür aber platzte auf der Gegenseite endlich der Knoten bei Werner, der nach Vorlage von Nabi Keïta das 2:0 erzielte (77.). Kurz vor Schluss bekamen die Russen jedoch noch einen Freistoß zugesprochen, den Criscito aus 20 Metern sehenswert in den linken Winkel setzte. 

Schlüsselspieler: Timo Werner (RB Leipzig)
Auch wenn ihm nicht alles gelang und er eine Riesenchance nicht nutzte, war der Leipziger Stürmer der auffälligste Spieler der Partie. Er bereitete nicht nur das erste Tor elegant vor, er beendete mit seinem Treffer zum 2:0 auch seine persönliche Durststrecke. Dazu war er überall auf dem Feld zu finden, leistete auch Abwehrarbeit und zog noch in der Schlussphase Sprints über das halbe Feld an. Diese Leistung wird ihm sicherlich das nötige Selbstvertrauen für die nächsten Wochen geben.

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