"Das sind Spiele, die wir brauchen"

Trotz des Weiterkommens in der UEFA Europa League gegen Napoli äußern sich Leipzigs Spieler und Trainer Ralph Hasenhüttl selbstkritisch. Das Wichtigste aber sei, dass man einen Mitfavoriten ausgeschaltet habe.

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Ralph Hasenhüttl, Trainer RB Leipzig
Wir hatten heute nicht so viele Chancen. Eine ging an die Latte, das wäre vielleicht der Brustlöser gewesen. Nach dem 0:1 war es dann aber verdammt schwer, eine gute Balance zu finden aus nötigem Risiko und dem Verhindern eines zweiten Gegentores.

Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr lange sehr gut verteidigt. Der Gegner hat aber auch gezeigt, was er für eine Qualität mitbringt. Das war eine Top-Mannschaft, die nicht umsonst Erster der Serie A ist. Wir haben mit 19-jährigen Innenverteidigern gespielt. Das ist schon eine riesige Erfahrung, die wir da machen. Das sind die Spiele, die wir auf diesem Niveau brauchen.

Wir sind auch sehr stolz darauf, eine solche Mannschaft aus dem Bewerb gekegelt zu haben. Unter dem Strich stehen das Weiterkommen und zwei weitere Europapokal-Begegnungen in der K.-o.-Runde. Das ist natürlich eine super Sache. Wir sind bei der Auslosung dabei. Das ist das Schönste. Uns ist egal, wo wir hinfahren und gegen wen wir spielen.

Timo Werner, Stürmer RB Leipzig
Wir haben es verpasst, dort anzuknüpfen, wo wir in Neapel aufgehört haben. Wir haben nicht mutig nach vorne gespielt, wir haben uns eigentlich nur auf die Defensive konzentriert. Das war falsch. Wir hätten viel mehr offensiv machen müssen. Denn eine so gute Mannschaft findet auch gegen tief stehende Teams immer Lösungen. Wir haben es verpasst, uns selbst Freiräume zu verschaffen und Möglichkeiten herauszuspielen. Aber wir sind froh, dass wir weiter sind. Und wir können unsere Lehren daraus ziehen.

Wir haben in der Zwischenrunde einen Mitfavoriten auf den Titel rausgeworfen. Deswegen sind wir gespannt, gegen wen wir jetzt spielen. Ich glaube aber, dass es uns egal sein kann. Man sieht ja, dass wir jede Mannschaft besiegen können. Man muss eben nur aufpassen, dass man eine nicht ganz so bekannte Mannschaft, wenn wir sie ziehen, nicht unterschätzt. Wir wollen auch da weiterkommen. Wir haben aber auch gesehen, dass wir daheim eine Schippe drauf legen müssen.

Konrad Laimer, Abwehrspieler RB Leipzig
Wir wissen alle, dass Napoli eine sehr gute Mannschaft hat, mit sehr guter individueller Qualität. Das haben sie heute 90 Minuten auf dem Platz gezeigt. Deshalb wurde es auch noch mal eng. Aber schlussendlich zählt, dass wir weiter sind.

Wir wollten uns eigentlich nicht zu tief reinfallen lassen. Aber je länger das Spiel gedauert hat, desto tiefer steht man automatisch. Wir wussten einfach, dass wir keine Tore mehr kriegen dürfen. Wir wollten schon mitspielen, haben dann aber oft die falschen Entscheidungen getroffen. Wir haben nicht so attackiert wie wir es eigentlich wollten.

Das Wichtigste ist, dass wir unsere Lehren daraus ziehen. Wie weit es noch gehen kann, weiß keiner. Aber ich glaube nicht, dass noch viel bessere Mannschaften als Napoli im Wettbewerb sind. Einen Traumgegner gibt es für mich eigentlich nicht. Ich möchte nur nicht so weit fliegen müssen.

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