Salzburg ohne Druck

Gegen Marseille wollen die Bullen, die bereits als Sieger der Gruppe I feststehen, noch einmal voll punkten. Die Mannschaft von Marco Rose ist dafür voll motiviert, verspürt aber keinerlei Druck.

Stefan Lainer will auch diesmal in der Defensive glänzen
Stefan Lainer will auch diesmal in der Defensive glänzen ©Getty Images

Bereits als feststehender Gruppenerster kann der FC Salzburg ins letzte Gruppenspiel der Gruppe I gehen. Die Bullen treffen mit fix gebuchtem Aufstiegsticket in der Tasche am Donnerstag (21.05 Uhr MEZ) im Stade Vélodrome auf Olympique de Marseille. Die Franzosen haben es - mehr oder weniger - selbst in der Hand, denn zumindest ein Punkt würde ihnen zum Aufstieg reichen.

Elf Punkte stehen aktuell auf dem Konto der Salzburger. Damit ist die Elf von Marco Rose nicht mehr von der Gruppenspitze zu verdrängen. Auch wenn Marseille, das beide bisherigen Heimspiele gewinnen konnte, den Salzburgern das Duell keineswegs schenken wird, Rose und Co. verspüren keinerlei Druck zu gewinnen. Die Motivation ist also da.

"Wir sind zwar schon fix qualifiziert, fahren aber nach Marseille, um ein gutes Spiel zu machen und haben das Ziel, zu gewinnen", sagte Trainer Rose vor dem Spiel in Marseille. Das Hinspiel hatte seine Mannschaft knapp, aber verdient mit 1:0 gewonnen. Munas Dabbur traf, nach einer starken zweiten Hälfte und solider Defensivarbeit des gesamten Teams, zum Sieg für Salzburg.

"Als Gruppenerster wollen wir unsere bisherigen Leistungen in der UEFA Europa League bestätigen", sagte Marco Rose und setzte zum Nachtrag an. "Außerdem gilt es ja, für Österreich Punkte in der UEFA-Fünfjahreswertung zu holen." In ganz Österreich hofft man aktuell auf die Salzburger, denn mit dem derzeitigen elften Platz in der Wertung winkt ab der Saison 2019/2020 ein Fixplatz für die UEFA Champions League.

"Wir wollen die bisher so starke Serie in der UEFA Europa League fortsetzen", erklärte Torhüter Alexander Walke. Tatsächlich sind die Bullen seit mittlerweile 14 Spielen in Europa ungeschlagen, zuletzt spielte man sogar viermal zu null. Das stimmt nicht nur den Keeper zuversichtlich. "Marseille muss für den Aufstieg gegen uns punkten und wird sicher entsprechend aggressiv und konzentriert agieren. Deshalb müssen wir dagegenhalten", so Walke.

Marco Rose hat für dieses Unterfangen fast den ganzen Kader zur Verfügung. Nur Offensivspieler Hannes Wolf fehlt wegen einer Sprunggelenksverletzung. Gegen Marseille, das aktuell in der Ligue 1 seit elf Spielen ohne Niederlage ist, soll die Salzburger Serie in der UEFA Europa League jedoch nicht reißen.

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