Sevilla triumphiert in Eindhoven

Middlesbrough FC - Sevilla FC 0:4
Dank zweier Tore von Enzo Maresca feiern die Spanier einen am Ende deutlichen Erfolg.

Sehen Sie die Höhepunkte der UEFA-Pokal-Endspiels 2006, als Sevilla FC in Eindhoven deutlich gegen Middlesbrough FC gewann.

Sevilla FC hat erstmals in seiner Vereinsgeschichte eine europäische Trophäe gewonnen. Dank einer starken zweiten Halbzeit gewannen die Spanier das UEFA-Pokal-Finale gegen Middlesbrough FC im PSV Stadion in Eindhoven deutlich mit 4:0.

Middlesbrough machtlos
Luis Fabiano hatte Sevilla in der 27. Minute in Führung geköpft, im zweiten Durchgang sorgten Enzo Maresca (2) und Frédéric Kanouté mit ihren Toren für den Endstand. Das Team von Trainer Juande Ramos bescherte dem Klub damit den ersten großen Titel seit 1948. Middlesbrough hatte sich mit tollen Aufholjagden bis ins Finale gekämpft, doch die Schützlinge von Steve McClaren, der nun das Amt des englischen Nationaltrainers antreten wird, waren gegen die Spanier letztlich machtlos.

Palop pariert
Am Ende eines wunderschönen Tages in Eindhoven schien die Sonne noch auf die Anhänger in der vollgepackten Arena, als Middlesbrough die erste Chance der Partie hatte. Nach einem Foul von Javi Navarro gab es Freistoß für die Engländer. Fábio Rochemback, der letzte Saison das UEFA-Pokal-Finale mit Sporting Clube de Portugal verloren hatte, trat an und scheiterte mit seinem Schuss an Sevillas Torhüter Andrés Palop, der die Kugel abwehren konnte.

Riggott zur Stelle
In einer turbulenten Anfangsphase fand nun Sevilla besser ins Spiel. Adriano Correia und Luis Fabiano versuchten es mit Hereingaben, doch Middlesbroughs Verteidiger Chris Riggott konnte jeweils entscheidend eingreifen und die Gefahr bereinigen. Keeper Mark Schwarzer, der aufgrund seines Jochbeinbruchs mit einer Gesichtsmaske spielte, musste erstmals in der 24. Minute eingreifen, als er einen Distanzschuss von Adriano problemlos abwehrte.

Führung durch Fabiano
Doch nur wenig später ging Sevilla in Führung. Rechtsverteidiger Daniel flankte aus dem Halbfeld in Middlesbroughs Strafraum, wo der freistehende Fabiano zum Kopfball kam und den Ball an den Innenpfosten setzte, von wo aus die Kugel zum 1:0 ins Netz sprang. Sevillas Fans waren begeistert und hätten sich beinahe über ein zweites Tor ihres Teams freuen können, doch Adriano und Enzo Maresca scheiterten mit ihren Distanzschüssen.

Sevilla überlegen
Middlesbrough verlor viele Zweikämpfe im Mittelfeld, hatte aber nach 34 Minuten eine gute Gelegenheit. James Morrison setzte sich auf der rechten Seite durch und holte eine Ecke heraus. Doch Fabiano konnte den Ball zum Leidwesen der Engländer aus der Gefahrenzone befördern. Jimmy Floyd Hasselbaink, der von Julien Escudé nahezu abgemeldet wurde, trieb sein Team vergeblich nach vorne, Sevilla war die überlegene Elf.

Maccarone eingewechselt
In den Runden zuvor war Middlesbrough gegen den FC Basel 1893 und den FC Steaua Bucuresti dank der Tore von Massimo Maccarone jeweils eine erfolgreiche Aufholjagd gelungen. Daher war es kein Wunder, dass Trainer Steve McClaren den Italiener zur zweiten Halbzeit einwechselte. Auch Sevillas Coach Juande Ramos nahm eine Veränderung vor und brachte Frédéric Kanouté für Javier Saviola. Die erste Chance der zweiten 45 Minuten hatte Adriano, dessen Schlenzer knapp am Tor vorbei flog. Dann parierte Palop einen Schuss von Mark Viduka aus kurzer Distanz. Auf der anderen Seite konnte sich Schwarzer bei einem Versuch von Jesús Navas auszeichnen. Es ging weiter munter hin und her, nach 60 Minuten lenkte Palop einen Schuss von Maccarone über die Latte.

Entscheidung durch Konter
20 Minuten vor Schluss setzte McClaren auf volles Risiko und brachte mit Yakubu Ayegbeni einen vierten Angreifer. Doch Sevilla nutzte die entstehenden Räume zur Entscheidung. Jesús Navas drang über den rechten Flügel nach vorne und passte vor das Tor. Kanouté scheiterte zunächst an Schwarzer, doch Maresca drückte den Abpraller zum 2:0 über die Linie. Sechs Minuten später erzielte der Italiener seinen zweiten Treffer, ehe Kanouté den Schlusspunkt setzte und die Fiesta der Spanier ihren Gang nahm.

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