Carmarthens furiose Aufholjagd

Zusammenfassung 2: Carmarthen Town AFC und NK Široki Brijeg waren nicht die einzigen Teams, die für eine Überraschung sorgten.

Carmarthen Town AFC und NK Široki Brijeg gelang das Kunststück, eine Hinspielniederlage in der ersten Qualifikationsrunde zum UEFA-Pokal noch zu drehen. Besonderen Grund zur Freude hatte auch B36 Tórshavn, das als erster Klub von den Färöer-Inseln eine Europapokal-Runde überstand.

Starkes Carmarthen
Nach einer 0:2-Niederlage beim irischen Klub Longford Town FC schien der Zug für Carmarthen schon abgefahren, hatten die Waliser in ihren drei Europapokalauftritten zuvor doch noch kein einziges Tor erzielt. Doch inspiriert vom gestrigen Erfolg von Rhyl FC, der als erstes walisisches Team seit 1996/97 eine UEFA-Pokal-Runde überstanden hatte, legte Carmarthen los wie die Feuerwehr.

Zweite Halbzeit
Daniel Thomas' Tor in der 16. Minute glich zunächst die Führung von Longford durch Andrew Myler aus, in der zweiten Hälfte wendete sich dann das Blatt zu Gunsten der Waliser. Gary Lloyd traf nach 49 Minuten zum 2:1 per Elfmeter. 15 Minuten vor dem Ende sorgte Thomas mit seinem zweiten Treffer für Hoffnung in Carmarthen, die sich nach dem 4:1 durch Nathan Cotterall in explosionsartigem Jubel auflöste.

Široki Brijeg jubelt
Bei der Auslosung der nächsten Runde am Freitag mit dabei ist auch der bosnische Verein Široki Brijeg. Nach der 1:3-Hinspielpleite in Albanien bei KS Teuta gab es im Rückspiel einen 3:0-Erfolg. Ivan Medvid in der 33. Minute und Hrvoje Erceg zehn Minuten später sorgten schon zur Halbzeit für klare Verhältnisse, Wagner Lago machte 20 Minuten vor dem Ende alles klar.

Baskimi weiter
Der zweite bosnische Vertreter, NK Zepce, ist dagegen trotz eines 1:1 gegen FK Baskimi aus der EJR Mazedonien ausgeschieden. Zum einen wurde das 0:0 im Hinspiel von der UEFA nachträglich in ein 0:3 umgewandelt, da die Bosnier einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatten, zum anderen hätte das 1:1 aufgrund der Auswärtstorregel sowieso nicht gereicht. Blagoje Gjurcevski brachte Baskimi nach 48 Minuten per Kopf in Front, Mirza Mesic gelang kurz vor Ende wenigstens noch der Ausgleich.

Vardar ohne Sieg weiter
Ein weiteres mazedonisches Team erreichte ohne Sieg die nächste Runde. FK Vardar hatte in Albanien bei KS Elbasani vor 14 Tagen ein 1:1 geholt, heute genügte ein 0:0 vor eigenen Fans zum Aufstieg in die zweite Runde.

B36 schreibt Geschichte
Keine Mannschaft der Färöer-Inseln hatte bisher eine Runde im UEFA-Pokal überstanden, doch nun hat B36 Geschichte geschrieben. Letzte Saison gab es noch ein 0:11 gegen FK Ventspils, doch nach einem 1:1 beim isländischen Vertreter ÍBV Vestmannaeyjar, gewann B36 das Rückspiel heute mit 2:1 und ließ anschließend die Sektkorken knallen. Allan Mørkøre hatte schon nach zwei Minuten das 1:0 besorgt, das jedoch Ian Jeffs noch vor der Pause ausglich. Einar Sigurdsson erzielte in der 68. Minute das goldene Tor, in der turbulenten Schlussphase sahen Jeffs und Petur Sigurdsson noch die Rote Karte.

Trost für Island
Island kann sich aber dennoch über eine Mannschaft in der nächsten Runde freuen, Keflavík setzte sich gegen Luxemburgs FC Etzella Ettelbrück mit 2:0 und 4:0 durch.

Rapid treffsicher
AFC Rapid Bucuresti aus Rumänien sorgte mit zwei 5:0-Erfolgen gegen Andorras UE Sant Julià für das klarste Resultat dieser ersten Runde. Mugurel Buga traf dabei heute in Andorra in der ersten, 14., 20. und 29. Minute. Sein letzter Treffer war zugleich das 100. Europapokaltor von Rapid. Marius Constantin Maldarasanu besorgte zwölf Minuten vor dem Schlusspfiff den Endstand.

Omonia siegt
Nach APOEL FC, das früh am Abend Birkirkara FC aus dem Wettbewerb geworfen hatte, schaffte mit AC Omonia ein weiteres Team aus Zypern den Sprung in Runde zwei. Gegen Hibernians FC aus Malta gelang Omonia nach dem 3:0-Auswärtserfolg auch vor heimischen Fans ein 3:0. Vlatko Grozdanovski mit zwei Treffern und George Vakouftsis mit einem sorgten früh für eine klare Angelegenheit.

Cork feiert
Nach dem bitteren Aus für Longford konnte mit Cork City FC wenigstens ein irisches Team jubeln. Nach dem 2:0-Sieg in Litauen bei FK Ekranas musste aber zu Hause noch einmal kräftig gezittert werden, gingen die Gäste doch durch Arunas Klimavicius in der 59. Minute in Führung, doch Cork rettete den knappen Vorsprung aus dem Hinspiel mit viel Glück über die Zeit und darf nun gespannt auf seinen nächsten Gegner warten.

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