Wie stehen Frankfurts Chancen aufs Achtelfinale?

2:2 bei Shakhtar - ein gutes Ergebnis für Frankfurt, aber irgendwie auch zu wenig. Was jetzt für und was gegen ein Weiterkommen spricht.

Luka Jović erwischte nicht seinen besten Abend
Luka Jović erwischte nicht seinen besten Abend ©AFP/Getty Images

Eintracht Frankfurt bleibt in der UEFA Europa League ungeschlagen und holt in der Ukraine eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel. Aber es war sogar noch mehr drin...

Das spricht für ein Weiterkommen

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Der Fokus auf das Wesentliche. Auch nach dem frühen Platzverweis gegen Shakhtars Mittelfeldspieler Taras Stepanenko blieb Frankfurt dem eigenen Spiel lange treu. Schnörkellos und mit einer guten Ballzirkulation legte man sich den Gegner zurecht. Als Belohnung gab es den Führungstreffer. Wenn die Eintracht 90 Minuten lang so konzentriert spielt, ist sie schwer zu bezwingen.

Die gefährlichen Flanken. Bei hohen Bällen war Shakhtar anfällig und Frankfurt schaffte es immer wieder, mit Hereingaben zum langen Pfosten für Alarm im gegnerischen Strafraum zu sorgen. Dieses Mittel wird man sicherlich auch im Rückspiel sehen.  

Die herausragenden Fans. Rund 3.000 Eintracht-Anhänger waren mit in den Osten der Ukraine gereist und hielten sich bei Minusgraden gut bei Laune. Man darf sich schon jetzt auf die Stimmung beim Rückspiel in einer Woche freuen.  

Das stimmt nachdenklich

Die Chancenverwertung. Mehrere Abschlüsse waren bestenfalls mittelmäßig. Mal zu hektisch, mal zu zögerlich - bei vielen guten Gelegenheiten fand Frankfurt nicht das richtige Maß. Aus einer 80-minütigen Überzahl muss man eigentlich mehr machen.

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Die Konzentration. Mitte der zweiten Halbzeit verlor Frankfurt die Kontrolle und wirkte defensiv fahrig. Bestraft wurde diese Schwächephase mit dem Ausgleichstreffer und die Elf von Adi Hütter hatte Glück, dass Shakhtar bei zwei guten Möglichkeiten das Spiel nicht komplett auf den Kopf stellte. Hütter dazu: "Wir hatten in der zweiten Halbzeit zu viele leichte Ballverluste und haben den Gegner damit stark gemacht."

Der technisch starke Gegner. Für Shakhtar war es das erste Pflichtspiel im Jahr 2019 und es begann mit einem frühen Gegentor, gefolgt von einem Platzverweis nur wenige Minuten später. Trotzdem kämpften sich die Ukrainer ins Spiel zurück. Die Filigrantechniker in der Offensive wurden ihrem Ruf gerecht. Lässt man ihnen zu viel Platz, drohen jede Menge Probleme.   

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