Darum schied Leipzig schon in der Gruppenphase aus

Für RB Leipzig ist die Europapokalsaison schon nach der Gruppenphase zu Ende. Nach dem Unentschieden gegen Rosenborg begibt sich auf UEFA.com auf Ursachenforschung.

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Am Ende fehlten RB Leipzig nur ein paar Minuten. Bis in die Schlussphase hinein führten die Sachsen mit 1:0 gegen Rosenborg und auch die Salzburger trugen ihren Teil dazu bei, dass Leipzig doch noch die Gruppenphase überstehen konnte. Doch dann ließen die Hausherren die Norweger noch einmal vor das Tor kommen und kassierten den Ausgleich. Damit war das Schicksal für RB besiegelt, die UEFA Europa League findet ab sofort ohne die Leipziger statt. UEFA.com nennt die Gründe für das frühe Aus.

Rotation

Bereits kurz nach der Qualifikation für die Gruppenphase kündigte Trainer Ralf Rangnick zwischen den Bundesliga- und Europapokalspielen die große Rotation an. Man werde "mit zwei Kadern in die Wettbewerbe gehen. Wir wollen donnerstags mit der einen starken Mannschaft spielen und sonntags mit der anderen", sagte er im August im "kicker".

Diese Ankündigung setzte er dann auch in die Tat um und änderte seine Startformationen immer wieder auf vielen Positionen. Allerdings stellte sich die Mannschaft, die unter der Woche spielte, als doch nicht so stark heraus wie die, die in der Bundesliga ran musste. Nach dem Spiel gegen Rosenborg verteidigte Rangnick aber noch einmal die Rotation, die aufgrund des relativ kleinen Kaders nötig gewesen sei.

Mangelnde Effektivität

Yussuf Poulsen bemängelte die unzureichende Chancenverwertung
Yussuf Poulsen bemängelte die unzureichende Chancenverwertung©Getty Images

Mit einem Sieg gegen Rosenborg wäre Leipzig noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen und in die K.-o.-Phase eingezogen. Dass selbst das nicht gelang, lag nicht nur an dem späten Gegentor durch Tore Reginiussen in der 86. Minute.

Leipzig hätte bis zu diesem Zeitpunkt schon viel höher führen müssen als mit 1:0 durch den Treffer von Matheus Cunha kurz nach der Pause. "Das war zu wenig Effektivität", ärgerte sich Stürmer Yussuf Poulsen bei UEFA.com. "Wir haben viele Torchancen herausgespielt. Aber wenn wir die Tore nicht machen, geht’s in die andere Richtung."

Sorglosigkeit

Die Spieler wurden von der Bank sofort informiert, dass auch Salzburg bei Celtic führte. Zu diesem Zeitpunkt, nach etwa einer Stunde Spielzeit, hatte auch Leipzig schon mit 1:0 vorn gelegen. Was sollte da also noch schief gehen? Zumal Salzburg kurze Zeit später das 2:0 nachlegte.

Es ging noch schief, weil Rosenborgs Außenverteidiger Birger Meling die halbe Leipziger Abwehr ausspielte und Innenverteidiger Reginiussen per Kopf den Ausgleich erzielte. Ähnlich verhielt sich RB auch schon in Glasgow am vierten Spieltag. Nachdem in der Schlussphase noch der Ausgleich gelang, fingen sie sich praktisch im Gegenzug den entscheidenden Gegentreffer zum 1:2.

Unter dem Strich steht ein bitteres und unerwartetes Ausscheiden von RB Leipzig, das sich das Team in dieser durchaus machbaren Gruppe auch selbst eingebrockt hat.

 

 

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