Rapid überwintert in Europa

Zum zweiten Mal nach der Saison 2015/16 konnte sich der SK Rapid Wien für die K.-o.-Phase der UEFA Europa League qualifizieren. Ein wichtiger Moment für den Verein.

Knappes Duell mit einem Sieger - Rapid WIen
Knappes Duell mit einem Sieger - Rapid WIen ©AFP/Getty Images

Klare Verhältnisse

In der Gruppe G war nach fünf gespielten Partien noch einiges möglich. Viele Unentschieden machten die Ausgangslage für Villarreal, Rangers und Rapid vor dem letzten Spieltag durchaus spannend. Das bessere Ende hatten Villarreal und der SK Rapid für sich, die am Ende mit jeweils zehn Punkten das Ticket für die Runde der letzten 32 buchen durften.

Rapid mit Glück

Rapid hätte eigentlich ein Punkt gegen die Rangers gereicht, geworden sind es schließlich drei. Der Sieg, der auch als Revanche für die 1:3-Niederlage aus dem ersten Duell herhalten darf, war jedoch nicht klar verdient. Vor allem in den ersten 45 Minuten lieferten sich Rapid und die Rangers aus Glasgow ein teils langatmiges Geplänkel. Rapid hatte bei einem Latten-Kopfball der Gäste sogar gehöriges Glück.

Grün-weißer Jubel

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer, der ausgerechnet beim Hinspiel in Glasgow sein Trainerdebüt gab, bewies mit den drei Einwechslungen ein gutes Händchen. Christoph Knasmüllner und Philipp Schobesberger brachten einiges an Drive fürs Offensivspiel. Joker Dejan Ljubicic machte mit seinem Tor zum 1:0-Sieg für Rapid aber den entscheidenden Stich. "Ich habe gedacht, dass uns Dejan die Defensive stabilisiert. Umso länger das Spiel dauert, habe ich gewusst, dass wir auch Chancen bekommen werden", erklärte Kühbauer seine Wechsel.

Europa und Österreich

In der bisher siebten Teilnahme an der UEFA Europa League war Rapid mit drei Siegen und dem einen Unentschieden in der Gruppenphase bisher ausgezeichnet unterwegs. Mittlerweile ist man vor eigenem Publikum sogar acht Heimspiele in Folge ohne Niederlage. Eine wunderbare Basis fürs Sechzehntelfinale. In der österreichischen Bundesliga schaut es für Grün-Weiß jedoch trister aus.

Rapid ist in der neugeschaffenen Zwölferliga mit Play-off aktuell nur auf Rang acht und läuft fünf Spiele vor Punkteteilung und anschließender Finalrunde sogar Gefahr, die Europacup-Ränge zu verpassen. Die Hoffnung ist aber noch nicht ganz passé, denn am kommenden Sonntag kann man sich im Derby gegen den Erzrivalen Austria Wien noch um eine bessere Ausgangssituation für die letzten vier Spiele im Frühjahr bemühen.

Und jetzt...

... hofft man in Hütteldorf, dass die Los-Fee für die nächste Runde ein glückliches Händchen beweist. Kapitän Stefan Schwab hat seine persönlichen Vorlieben. "Chelsea wäre geil, Napoli würde mich persönlich auch freuen. Aber vielleicht kann man auch etwas kriegen, wo man die Chance hat, noch eine Runde weiterzukommen", sagte der Mittelfeldakteur nach dem Schlusspfiff und ergänzte: "Alles, nur keine Spanier."

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