Salzburgs Teamgeist: Einfach "phänomenal"

Große Zufriedenheit und Stolz strahlten die Spieler des FC Salzburg nach dem 1:0-Sieg gegen Leipzig aus, während Konrad Laimer jetzt auf Schützenhilfe seines Ex-Vereins hofft.

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Hannes Wolf, Angreifer Salzburg
Ich glaube, wir waren über 90 Minuten schon die bessere Mannschaft, haben nicht wirklich viel zugelassen. Ich glaube, wir sind der verdiente Sieger. Wir waren mit 12 Punkten noch nicht fix für die K.-o.-Phase qualifiziert, was nicht normal ist, glaube ich. Wir wollten heute den Leuten unbedingt zeigen, dass wir zu Hause gegen Leipzig gewinnen können, das ist uns zum Glück gelungen.

Ich finde, Leipzig war nicht schlecht. Sie haben natürlich auch viele Ausfälle gehabt, aber wir haben gewusst, wenn wir am Limit spielen, wird es ein enges Spiel. Wir waren vielleicht einen Tick besser, aber ich glaube nicht, dass Leipzig heute schlecht war.

Wir werden auch in Glasgow auf drei Punkte spielen. Wir werden dort alles geben und mit dem Selbstvertrauen, das wir haben, warum sollen wir dort nicht auch drei Punke einfahren. Es ist egal, ob wir Leipzig helfen können. Wir schauen auf uns selbst und wollen drei Punkte machen, und wenn das Leipzig hilft, dann ist es halt so. 

Fredrik Gulbrandsen, Salzburgs Siegtorschütze
Es ist natürlich ein sehr gutes Gefühl, ein Tor zu machen und das Spiel gewonnen zu haben. Alle Spiele gewonnen, wir sind weiter - natürlich sind wir sehr zufrieden. Jetzt können wir entspannt nach Glasgow fahren, wollen aber auch dort gewinnen. 

Zlatko Junuzović, Mittelfeldspieler Salzburg
Von der Intensität her, Laufbereitschaft, Engagement, zweite Bälle, auch von den Chancen her - wir waren einfach richtig drin in der Partie, wir wollten den Sieg unbedingt. Ich glaube, dass wir einfach gezeigt haben, welche Mentalität wir haben, welcher Geist in der Mannschaft ist, von der Bereitschaft, den anderen zu unterstützen. Das ist schon phänomenal. 

Timo Werner, Stürmer Leipzig
Ich glaube, es war klar, wer das erste Tor schießt wird das Spiel wahrscheinlich auch gewinnen. Es ist schade, dass wir in dem Moment nicht aufgepasst haben und wir diejenigen waren, die das Gegentor bekommen haben. Danach haben wir nochmal alles probiert, aber es hat leider nicht geklappt. 

Wenn man es nicht mehr in der eigenen Hand hat, ist es natürlich ein bisschen blöd. Ich habe das jetzt zweimal erlebt, bei der WM und letztes Jahr in der UEFA Champions League - beide Male ist es in die Hose gegangen. Es wäre schade, wenn es zu Ende gehen würde, weil ich glaube, es macht jedem Spaß. 

Konrad Laimer, Ex-Salzburger bei Leipzig
Das tut natürlich weh. Wir haben das Weiterkommen jetzt nicht mehr in der eigenen Hand und müssen hoffen, dass Salzburg in Glasgow gewinnt, damit wir noch eine Chance haben. Salzburg hat es abgezockt gemacht, sie waren aggressiv in den Zweikämpfen und haben probiert, Fußball zu spielen. Letztendlich haben sie auch mehr Chancen kreiert als wir, deshalb war das 1:0 auch nicht unverdient. 

Es war heute schon ein bisschen komisch, in die Gästekabine zu gehen, aber es war natürlich ein besonderes Spiel, gegen meinen Ex-Klub zu spielen, im alten Stadion, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen. Das Ergebnis war leider nicht so schön, das nervt mich ein bisschen, aber sonst war es okay.

Ich denke schon, dass Salzburg in Glasgow alles geben wird, das ist für sie sicher auch ein besonderes Spiel, vor so einer Kulisse. 

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