"Unterirdisches Abwehrverhalten"

Nach der unglücklichen Niederlage bei Celtic beklagten Trainer und Spieler von Leipzig in erster Linie die Defensivleistung nach dem Ausgleich, nach dem die Schotten schnell wieder in Führung gegangen waren.

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Ralf Rangnick, Trainer Leipzig
Wir haben eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt, aber mit einem Manko: Mit einem unterirdischen Abwehrverhalten nach dem Ausgleich, ansonsten haben wir in der zweiten Halbzeit das Spiel dominiert, hätten am Schluss auch noch den Ausgleich machen müssen – zweimal durch Kevin Kampl. Aber wir haben bei beiden Gegentoren fahrlässig verteidigt und in den Situationen nicht verantwortungsbewusst gehandelt und uns deswegen um den Lohn der zweiten Halbzeit gebracht.

Auch bis zum 1:0 haben wir das Spiel ganz klar dominiert, das Spiel hat nur in deren Hälfte stattgefunden, wir haben uns bei eigenem Ballbesitz vorn nicht durchsetzen können im Sturm, waren in der zweiten Halbzeit dann auch besser.

Mit einem Unentschieden wären wir heute schon so gut wie durch gewesen, dann hätte uns ein Sieg aus den letzten beiden Spielen gereicht. Aber so wie es jetzt aussieht, müssen wir beide Spiele gewinnen. Also müssen wir davon ausgehen, dass wir in Salzburg siegen müssen.

Marcel Sabitzer, Mittelfeldspieler Leipzig
Die Niederlage war nicht nur vermeidbar, sie war komplett unnötig und ungerecht. Wir haben das Spiel ganz klar dominiert, hatten gefühlt 20 Torschüsse und machen nur ein Tor. Das müssen wir uns ankreiden lassen. Dass die eine ganz ordentliche Mannschaft sind, das wussten wir, aber wir waren klar besser. Das ärgert mich extrem.

Wenn man das Spiel nüchtern betrachtet und die zweite Halbzeit sieht, dann müssen wir das Spiel klar drehen. Wir sind auf einem guten Weg gewesen mit dem 1:1. Aber wenn wir dann 30 Sekunden später das 1:2 bekommen, dann ärgert das extrem. Wir haben die letzten zehn, 15 Minuten noch einmal alles probiert, aber es hat eben nicht gereicht.

Marcel Halstenberg, Abwehrspieler Leipzig
Wir wussten, dass es kein einfaches Spiel wird, haben viele Abspielfehler gehabt. Ich weiß nicht, ob das Verunsicherung ist oder ob der Tag heute ein bisschen schlecht gelaufen ist für uns. Wir wussten, dass sie heute alles geben würden. Vielleicht haben das Stadion und die Atmosphäre den einen oder anderen verunsichert.

Wir laufen dem 0:1 lange hinterher, machen den Anschlusstreffer, und dann schlafen wir in mehreren Situationen, auch ich hätte besser in die Mitte schieben müssen zum Gegenspieler, aber jetzt müssen wir den Munde abputzen, denn am Wochenende geht es ja schon wieder weiter.

 

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