Spätes Joker-Tor besiegelt Leipziger Fehlstart

Leipzig muss sich zum Auftakt Salzburg geschlagen geben. Erst in der zweiten Halbzeit spielt das Team von Trainer Ralf Rangnick druckvoller und gleicht aus, verliert aber kurz vor Schluss.

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RB Leipzig musste zum Auftakt in die Gruppenphase der UEFA Europa League eine bittere Niederlage hinnehmen. Gegen den FC Salzburg verloren die Sachsen mit 2:3. In der ersten Halbzeit lief gar nichts zusammen.

Verdient lagen die Hausherren zur Pause mit 0:2 hinten. Die Tore für die Gäste erzielten Munas Dabbur und Amadou Haidara. Nach der Pause spielte RB druckvoller und kam durch Tore von Konrad Laimer und dem eingewechselten Yussuf Poulsen noch zum Ausgleichm, ehe der eingewechselte Fredrik Gulbrandsen kurz vor Schluss doch noch den Siegtreffer für Salzburg erzielte.

Leipzigs Trainer Ralf Rangnick hatte seine Startformation im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen Hannover 96 gleich auf sieben Positionen geändert. Auch RB-Kapitän Willi Orban fiel der Rotation zum Opfer. Damit fehlte den Gastgebern gegen engagierte Salzburger offensichtlich der Stabilisator. Immer wieder schlichen sich Fehler in der RB-Defensive ein. 

Mit zunehmender Spieldauer nutzten die Gäste von Coach Marco Rose diese Schwächen. Nach der bis dato einzigen nennenswerten Chance der Leipziger durch einen Fernschuss von Kevin Kampl war es Dabbur, der einen schweren Fehler von Stefan Ilsanker nutzte und zur Führung der Salzburger traf (20.). Nur drei Minuten später ließ Haidara nach Querpass von Andreas Ulmer das 2:0 folgen. Wieder lud die RB-Hintermannschaft den Gegner zum Tor ein.

Alexander Walke stand im Tor der Salzburger
Alexander Walke stand im Tor der Salzburger©Getty Images

Zur Pause nahm Rangnick gleich drei Wechsel vor. Für Jean-Kévin Augustin, Bruma und Nordi Mukiele kamen Yussuf Poulsen, Diego Demme und Marcel Halstenberg. Der Linksverteidiger gab nach achtmonatiger Verletzungspause sein Comeback. Der erhoffte frische Wind durch das neue Trio blieb zunächst jedoch aus. Stattdessen hatte Dabbur die Chance zur Vorentscheidung, scheiterte aber am Pfosten.

20 Minuten vor Schluss kam dann doch wieder Hoffnung auf im weiten Rund. Laimer nahm Ulmer auf der rechten Angriffsseite den Ball ab, marschierte in den Strafraum und schoss den Ball zum 1:2 ins lange Eck. Kurze Zeit später durften die Leipziger tatsächlich den Ausgleich bejubeln, nachdem Poulsen per Kopf zum 2:2 traf. Jetzt war sogar der Sieg drin, doch es wurde eine Niederlage. Der eingewechselte Gulbrandsen sorgte mit seinem Tor in der vorletzten Minuten für Frust bei Leipzig - und Jubel in Salzburg.

Am zweiten Spieltag muss Leipzig in zwei Wochen bei Rosenborg in Norwegen antreten, die Salzburger empfangen am gleichen Tag den schottischen Serienmeister Celtic FC.

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