Stöger tippt auf "total offenes Spiel"

Zwei Mannschaften, denen Hochgeschwindigkeitsfußball liegt: Das Achtelfinal-Hinspiel zwischen Dortmund und Salzburg könnte ein echter Leckerbissen werden.

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"Der Klub hat diesen Wettbewerb noch nicht gewonnen, dementsprechend ernst nehmen wir die UEFA Europa League" - Kapitän Marcel Schmelzer macht klar, warum Borussia Dortmund in diesen Tagen nicht den Fuß vom Gaspedal nehmen darf. 

Drei Unentschieden in Folge hat es wettbewerbsübergreifend für den BVB zuletzt gegeben, die Formkurve zeigt aber nach oben. Jetzt kommt der FC Salzburg zum Achtelfinal-Hinspiel ins Ruhrgebiet und Trainer Peter Stöger legt auf Schmelzers Kampfansage noch eins obendrauf.

"Im Idealfall wollen wir sie 90 Minuten unter Druck setzen. Das wird aber nicht so einfach, wie der Satz, den ich gerade gesagt habe. Salzburg ist eine Mannschaft, die ich in einer ganz gefährlichen Außenseiterrolle sehe."

Sein Gegenüber Marco Rose wird das sicher gerne hören, auch wenn er den Ball viel lieber flach hält. "Es ist vermessen zu sagen, dass wir um den Titel mitspielen können. Aber wir wollen zeigen, dass wir mit den Großen mithalten können."

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Andriy Yarmolenko und Sebastian Rode fallen bei Schwarz-Gelb weiterhin aus, ansonsten ist der Kader bestens bestückt. Hoffnung macht dem BVB vor allem, dass André Schürrle wieder auf dem Weg scheint, seine Topform zu finden, außerdem hat sich Marco Reus seit dem Comeback bestens entwickelt.

Schmelzer: "Wir haben Marcos Rückkehr alle herbeigesehnt. Er zeigt sich in vielen Räumen und ist immer anspielbar. Das ist im heutigen Fußball so wichtig, dass man auch mal Läufe macht, die nicht für einen selbst sind, sondern mit denen man Räume für die Mitspieler schafft. Er macht jetzt den Unterschied, weil er andere Spieler zu Läufen animiert."

Man darf gespannt sein, ob Salzburg auch die Räume bietet, damit der BVB ins Tempo gehen kann. Wollen beide Teams ihr eigenes Spiel durchdrücken, dürfte es hin- und hergehen, viele Torchancen wären garantiert.

Was genau Salzburg ausmacht weiß der Österreicher Stöger ganz genau: "Ich kenne die Mannschaft in- und auswendig: Anlaufen, früh stören, aggressiv sein. Ich sehe keinen Grund, warum sie das gegen uns ändern. Es könnte ein total offenes Spiel werden, das für die Zuschauer sicher interressant sein dürfte."

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