Die Spitznamen der Teams in der UEFA Europa League

Blutrünstige Gottheiten, Matratzen-Macher und Arbeiter einer Munitionsfabrik in London waren die Namenspatrone einiger der Klubs aus der Europa League. Wir stellen Ihnen alle Spitznamen der 32 Teams vor.

Arsenal oder Braga?
Arsenal oder Braga? ©Getty Images

AC Milan – Diavoli (Teufel)
Der englische Gründervater des Klubs, Herbert Kilpin: "Unsere Farben sind rot, weil wir wie Teufel sein werden; und schwarz symbolisiert die Angst, die wir in die Herzen unserer Gegner sähen werden."

AEK Athen – Zweiköpfiger Adler
Der doppelköpfige Adler ziert das Klubwappen. AEK wurde von Flüchtlingen aus Konstantinopel (das K in AEK) gegründet und der byzantinische Adler war ihr Symbol.

Arsenal – Die Gunners
Arsenal wurde 1886 in Woolwich, einer normalerweise vom Militär bevölkerten Gegend Londons, von Mitarbeitern einer Munitionsfabrik gegründet. Daher der Name Arsenal, die Kanone auf dem Wappen und der Spitzname.

Astana – kein Spitzname
Der Klub aus Kasachstan wurde 2009 gegründet und hat es bisher noch nicht zu einem Spitznamen gebracht.

Atalanta – La Dea (Die Göttin)
Namensgeberin ist hier eine Jägerin und Sportlerin aus der griechischen Mythologie, daher der Spitzname La Dea. Atalanta erklärte allen Freiern, sie werde sie heiraten, falls sie schneller laufen könnten. Falls nicht, werde sie sie töten. Viele versuchten es und bezahlten ihren Wagemut mit ihrem Leben, ehe Hippomenes die streitbare Schöne zähmte.

Athletics furchteinflößende Fans
Athletics furchteinflößende Fans©Getty Images

Athletic Club – Leones (Die Löwen)
Das Stadion von Athletic liegt direkt neben der Kirche von San Mamés, benannt nach einem Heiligen, der - so die Legende - von den Römern den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurde. Die hatten aber keinen Appetit und legten sich dem Kirchenmann zu Füßen.

Atlético – Los Colchoneros (Die Matratzen-Macher)
In der Zeit nach dem spanischen Bürgerkrieg hatten alle Matratzen im Land einheitlich rot-weiße Streifen. Da dieses Design an das Trikot von Atlético erinnerte, bekam Atleti prompt den anfangs ungeliebten Spitznamen.

Braga – Os Arsenalistas (Die Arsenal-Fans)
Bragas ungarischer Trainer József Szabó besuchte 1935 Arsenal und war vom Londoner Klub so beeindruckt, dass er Braga überzeugte, die Trikots der Gunners nachzuahmen.

Celtic – Bhoys
Der Klub wurde zu dem Zweck gegründet, Geld für die soziale Integration irischer Immigranten zu sammeln. Diese nannten sich selbst Bhoys.

Crvena zvezda – Crveno-beli (Die Rot-Weißen)
'Roter Stern' übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg auf Anweisung Titos Stadion, Büros, Spieler und die rot-weißen Vereinsfarben von SK Jugoslavija, der offiziell aufgelöst wurde.

CSKA Moskva – Armeytsi (Armee-Klub)
1923 wurde der ursprünglich als Ski-Klub gegründete Verein der sowjetischen Armee unterstellt. CSKA, so der offizielle Name seit 1960, steht für Zentraler Sport-Klub der Armee.

Dortmunds Yellow Wall
Dortmunds Yellow Wall©Getty Images

Dortmund – Die Schwarz-Gelben
Dortmund hatte ursprünglich die Vereinsfarben rot, weiß und blau, änderte diese aber auf Anregung vom späteren Klub-Präsidenten August Busse. Gelb-Schwarz waren die Farben von Britannia, einem Klub, der ein paar Jahre zuvor mit Dortmund fusioniert hatte. Eine Zeitlang erhielten sie deshalb auch den Spitznamen 'Die Zitronen'.

Dynamo Kyiv – Bilo-Syni (Die Weiß-Blauen)
Weiß-Blau war von Beginn an die Trikotfarbe des Klubs aus der Ukraine.

FCSB – kein Spitzname
Der Klub wurde erst im letzten März umbenannt, zu einem Spitznamen hat es noch nicht gereicht.

København – Byens Hold (Das Stadt-Team)
København und Brøndby dominieren seit vielen Jahren den dänischen Fußball, sind sich aber in herzlicher Abneigung verbunden. Die FCK-Fans sehen sich als einzig wahre Vertreter ihrer Stadt und wollen sich mit diesem Spitznamen von dem Vorstadt-Klub Brondby abgrenzen.

Die restlichen Teams von L bis Z gibt es morgen.

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