Austria muss sich Rijeka geschlagen geben

Ein Doppelschlag von Rijekas Mario Gavranović erteilte den Aufstiegs-Ambitionen der Austria früh einen gewaltigen Dämpfer; Kevin Friesenbichler gelang der Ehrentreffer, ehe Zoran Kvržić den Endstand herstellte.

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Das hat sich der FK Austria Wien anders vorgestellt. Nach einer katastrophalen ersten Hälfte mussten sich die Österreicher dem kroatischen Meister HNK Rijeka vor 20 600 Besuchern im Ernst-Happel-Stadion mit 1:3 geschlagen geben. Mann des Spiels war Mario Gavranović, der zwei Treffer erzielte.

Fairerweise muss man anfügen, dass die Österreicher stark ersatzgeschwächt waren. Sieben Spieler fehlten Thorsten Fink verletzungsbedingt. Aber auch die Rückkehr von Heiko Westermann brachte nicht die gewünschte Stabilität.

Zu Beginn attackierten beide Team hoch. Schon nach wenigen Minuten ließen sich die Gäste aber weit in die eigene Hälfte zurückfallen und operierten mit vielen weiten Bällen. Die Außenverteidiger der Austria hatten damit ihre liebe Not, vor allem Maxwell Acosty konnte so immer wieder seine Nadelstiche setzen.

In der 21. Minute etwa, als Rijeka durch die erste Chance in Führung ging. Acosty hebelte die Austria-Abwehr geschickt aus und bediente Gavranović. Im Strafraum hatte der ehemalige Schalker keine Mühe mehr und stellte auf 1:0. Selbes Spiel, zehn Minuten später. Dieses Mal bezwang Gavranović, wieder nach Pass von Acosty, Patrick Pentz mit einem präzisen Flachschuss aus zwanzig Metern.

Die Austria wirkte nach diesem Doppelschlag desillusioniert und fand absolut kein Mittel gegen die souveräne Hintermannschaft. Nur ein einziges Mal wurden sie gefährlich, Christoph Monschein vergab aus fünf Metern mit seinem unplatzierten Volley aber die große Gelegenheit.

Nach dem Seitenwechsel wirkte die Austria weitaus aktiver. Gute Möglichkeiten ließen aber auf sich warten. Zwar kamen die Hausherren nun immer wieder in den Strafraum, dort fehlte aber der letzte Biss.

Eine Viertelstunde vor Schluss kam auch noch Pech dazu. Mit einem gewaltigen Fernschuss hätte der eingewechselte Ismael Tajouri-Shradi die Begegnung noch einmal spannend machen können, er scheiterte aber am Aluminium. Rijeka selbst stellte im zweiten Durchgang die Offensivbemühungen weitgehend ein, Zoran Kvržić ließ aber kurz vor Schluss noch die Chance auf den dritten Treffer liegen.

In der Schlussminute gelang Kevin Friesenbichler der Anschlusstreffer, zu mehr sollte es aber nicht reichen, vielmehr kassierte die Austria in der Nachspielzeit noch das 1:3 durch Kvržić.

Die Aufstiegs-Ambitionen der Wiener erlitten somit einen gewaltigen Dämpfer. Nach drei Spielen hält die Elf von Thorsten Fink bei einem einzigen Zähler. Rijeka ist mit drei Punkten weiter im Rennen.

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