Vorbericht: Manchester United - Anderlecht

Vor dem Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League zwischen Manchester United und Anderlecht hat UEFA.coms Ian Holyman drei Schlüsselpositionen herausgepickt, die das Duell entscheiden könnten.

Manchester United kam im Hinspiel nicht über ein 1:1-Remis hinaus
Manchester United kam im Hinspiel nicht über ein 1:1-Remis hinaus ©Getty Images

Nach dem 1:1-Remis in Brüssel geht Manchester United gegen Anderlecht als klarer Favorit ins Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League.

Leander Dendoncker sorgte letzten Donnerstag per Kopfballtorpedo für das späte Remis, das den Belgiern ein Fünkchen Hoffnung für die Partie im Old Trafford lässt. UEFA.com nimmt drei Aspekte des Rückspiels unter die Lupe, die entscheidend sein könnten.

Der Rashford-Faktor
Der erst 19-jährige Marcus Rashford ist kein Unbekannter mehr, aber Anderlecht fand im Hinspiel kaum Lösungen gegen den Youngster. Rashford war in einer ansonsten eher mäßigen United-Truppe ein ständiger Unruheherd

Auf dem Flügel ließ er seine Gegenspieler im ersten Durchgang immer wieder alt aussehen. Nach seiner Flanke kam Zlatan Ibrahimović zu einer tollen Chance, die jedoch Martínez Ruben zunichte machte, und nach einem Rashford-Schuss, den Ruben nur abklatschen konnte, war Henrikh Mkhitaryan zur Stelle und verwandelte den Abstauber zur Führung.

Auch wenn José Mourinho die Ineffektivität seiner Stürmer kritisierte, sollte er eigentlich mit der Leistung von Rashford zufrieden gewesen sein. Stellt sich also die Frage: Kann Anderlecht den Angreifer im Rückspiel besser in den Griff bekommen?

Anderlechts Flügelspieler
"Glückwunsch an meine Spieler, dass sie Herrn Mourinho verärgern konnten", sagte Anderlechts Trainer René Weiler nach dem Spiel, womit er nicht nur den Ausgleich durch Dendoncker in der 86. Minute meinte.

Vor allem wenn die Belgier den Ball auf den Außenpositionen bekamen, wurde es gefährlich, gerade über die linke Seite durch Frank Acheampong. So war es dann auch eine Linksflanke von Ivan Obradović, die zum Ausgleich durch Dendoncker führte. Flanken könnten auch im Rückspiel ein probates Mittel für Anderlecht sein.

Zlatan Ibrahimović kam im Hinspiel kaum zur Geltung
Zlatan Ibrahimović kam im Hinspiel kaum zur Geltung©Getty Images

Zlatan-Gegenschlag?
Der vorherige Auftritt der Nummer 9 im Constant-Vanden-Stock-Stadion wird den Anderlecht-Fans länger in Erinnerung bleiben als der mit United. In der Gruppenphase der UEFA Champions League 2013/14 hatte Ibrahimović nämlich, in Diensten von Paris, satte vier Mal zugeschlagen.

Doch dieses Mal hatte der frühere schwedische Nationalspieler wenig zu bestellen, da das Innenverteidigerduo der Belgier, Bram Nuytinck und Serigne Mbodji, einen hervorragenden Job verrichtete. Nicht umsonst erklärte Mourinho nach dem Spiel, seine Stürmer hätten agiert, als würden sie "ein Testspiel" bestreiten. Aber Anderlecht aufgepasst: Im Rückspiel sollte man definitiv mit einem anders aufgelegten Ibrahimović rechnen.

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