Joker Rodriguez lässt FCZ weiter träumen

Der eingewechselte Roberto Rodriguez verwandelt gegen Villarreal kurz vor Schluss einen Elfmeter zum 1:1-Endstand. Damit haben die Züricher in zwei Wochen ihr Endspiel in der Türkei.

See the best of the action from Stadion Letzigrund, a result which leaves Group L wide open with one game left.

Der FC Zürich hat auch nach dem 5. Spieltag der UEFA Europa League noch alle Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten 32. Das Team von Uli Forte erkämpfte sich dank des späten Ausgleichs per Elfmeter durch Roberto Rodriguez im heimischen Letzigrund ein 1:1 gegen Villarreal CF, das durch Bruno Soriano früh in Führung gegangen war.

Um sicher weiterzukommen, muss der in Gruppe L drittplatzierte FCZ nun am letzten Spieltag der Gruppenphase in zwei Wochen bei Osmanlıspor gewinnen. Die Türken unterlagen trotz Führung beim FC Steaua Bucureşti mit 1:2.

Die Gäste aus der Primera Division setzten Zürich schon in der Anfangsphase stark unter Druck und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. Schon in der achten Minute war es Cédric Bakambu, der zunächst FCZ-Torwart Andris Vaņins umkurvte, dann aber das leere Tor nicht traf.

Nach dem Vanins wenig später einen strammen Schuss von Denis Cheryshev parieren konnte, war in der 14. Minute auch der Lette machtlos. Nach der dritten Ecke für die Spanier erzielte Soriano die Führung für die Gäste. Die Züricher verbuchten erst nach 20 Minuten durch Antonio Marchesano den ersten Torschuss.

Anschließend gestalteten die Hausherren das Spiel ausgeglichener, und Stürmer Moussa Koné konnte sich gegen die Abwehr der Spanier auch das eine oder andere Mal durchsetzen. Zur Pause aber blieb es beim verdienen 1:0 für die Gäste.

Zürich kam aber mit mehr Zug zum Tor aus der Kabine und hatte schon nach wenigen Sekunden durch Marchesano die erste Chance der zweiten Halbzeit. Danach aber ließ sich der FCZ wieder zu sehr nach hinten drängen, und die Gäste übernahmen die Kontrolle. Auch in dieser Phase konnten sich die Züricher bei Vanins bedanken, der sie im Spiel hielt.

In der Schlussphase setzte Forte mit seinen Wechseln alles auf eine Karte - und wurde beloht. Zunächst scheiterte der eingewechselte Rodriguez noch an der Latte, doch in der 87. Minute verwandelte er einen an Koné verursachten Foulelfmeter zum enorm wichtigen Ausgleich.

"Der Schluss war Hitchcock pur", sagte FCZ-Trainer Forte nach dem Spiel. "Nach dem vermeintlichen Finale freue ich mich nun auf das nächste Finale in Ankara." Und dort hat seine Mannschaft den Einzug in die nächste Runde selbst in der Hand.

Schlüsselspieler: Roberto Rodriguez (FC Zürich)

Wenn ein Spieler mit seinem Tor einer Mannschaft einen ungemein wichtigen Punkt rettet, ist das allein schon ein Grund, ihn herauszuheben. Im Fall von Rodriguez aber kommt noch hinzu, dass er erst in der 69. Minute eingewechselt wurde und schon wenige Minuten vor dem Tor seine Klasse demonstrierte, als er mit einem raffinierten Schlenzer an der Latte scheiterte.

Dramatische Wende

Ein Krimi-Regisseur hätte sich den Spielverlauf in den beiden Partien in Gruppe L nicht spannender ausdenken können. Zur Pause noch sah alles danach aus, als ob Zürich schon vor dem letzten Spieltag keine Chance mehr auf das Erreichen der nächsten Runde hätte. Dann aber dreht Steaua gegen Osmanlıspor noch das Spiel, und Zürich kämpft sich zum späten Ausgleich. Und der letzte Spieltag könnte sogar noch nervenaufreibender werden.

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