Europas Wunderkinder: Dayot Upamecano

Dayot Upamecano ist ein Defensivspieler mit "großartigen Fähigkeiten", nun wechselt der 18-Jährige vom FC Salzburg zu RB Leipzig.

Dayot Upamecano (links) in Aktion in einem Ligaspiel für Salzburg
Dayot Upamecano (links) in Aktion in einem Ligaspiel für Salzburg ©Getty Images

UEFA.com setzt seine wöchentliche Serie über Europas Wunderkinder fort. Diesmal befassen wir uns mit Dayot Upamecano.

Name: Dayot Upamecano
Klub: Salzburg
Debüt: 19. März 2016 gegen Mattersburg
Position: Verteidiger
Nationalität: Franzose
Geburtsdatum: 27. Oktober 1998
Bevorzugter Fuß: rechts
Größe: 185 cm

Andere sagen ...
"Er hat mit 17 Jahren mit sehr viel Ruhe gespielt, das war sehr stark. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung."
Óscar García, Salzburg-Trainer, nach dem Debüt von Upamecano

"Dayot macht seit zwei Jahren eine unglaubliche Entwicklung. Er hat großartige Fähigkeiten und einen herausragenden Charakter. Er hat aber auch noch einige Bereiche, in denen er sich noch weiter entwickeln kann. Für die Mannschaft hat er aber bereits mit seinen Aktionen bewiesen, dass er ein Schlüsselspieler ist."
Jean-Claude Giuntini, Trainer der französischen U18

"Dayot hat sich trotz Angebote einiger europäischer Topklubs für uns entschieden. Er hat enormes Entwicklungspotenzial. Wir sind überzeugt, dass er zeigen wird, was er kann."
Christoph Freund, Salzburgs Sportdirektor

Seine Geschichte...
Upamecano kam in Évreux im Norden Frankreichs zur Welt. 2013 wechselte er zum französischen Zweitligisten Valenciennes. Bereits im Oktober 2014, am Tag seines 16. Geburtstages, debütierte er in der U17-Auswahl seines Heimatlandes in der Qualifikation zur UEFA-U17-Europameisterschaft gegen Zypern. Im Mai 2015 gewann er mit der Landesauswahl die Endrunde mit einem 4:1-Finalsieg gegen Deutschland und wurde als Verteidiger in die Mannschaft des Turniers gewählt. Die Entscheidung für einen Wechsel nach Salzburg fiel überraschend und vor allem auch zu Ungunsten von etwa dem FC Bayern München, Manchester United oder Arsenal London. Bei Salzburg wurde er in der Spielzeit 2015 zwar noch beim FC Liefering eingesetzt, fand aber bald Anschluss an die Bundesliga-Mannschaft.

Spielstil ...
Upamecano sorgt mit seinem mutigen, dennoch nicht leichtsinnigen, aggressiven und sicheren Spiel für Eindruck. Der Innenverteidiger zeigte in einigen Spielen, dass er den Gegner auch bereits gut einzuschätzen weiß und erkämpfte sich durch seine gute Antizipation einige Bälle bereits im frühen Stadium. Zusätzlich ist er im Spielaufbau aus der Defensive für einige Dribblings gut, die sicher und solide das Spiel einleiten. Trainer Óscar García hat ihn vermutlich auch aufgrund dieser Fähigkeiten teilweise im defensiven Mittelfeld aufgeboten.

Erinnert an ...
... die junge Ausgabe von Raphaël Varane und Mats Hummels. Durch sein bereits sehr reifes Spiel und die körperbetonte und trotzdem feine Art zu verteidigen, zeigt er manchmal Parallelen zu beiden Innenverteidigern. Upamecano selbst sieht einen Vergleich zu Varane eher skeptisch: "Ich schaue Varane sehr viel zu und mir auch sicher einiges ab von ihm. Ich möchte aber nicht spielen wie er. Jeder Spieler muss seinen eigenen Stil finden und danach einen Fußabdruck hinterlassen."

Erstes Ausrufezeichen ...
Nach seinem Bundesliga-Debüt im März 2016 gegen Mattersburg, bei dem er über 70 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen konnte, durfte Upamecano in der Saison 2016/2017 bereits mehrmals Bundesliga-Luft schnuppern. In der UEFA Europa League gab er am 15. September sein Debüt, als seine Mannschaft mit 0:1 gegen Kuban Krasnodar verlor.

Gute Aussichten ...
Seine Karriere steht zwar erst in den Startlöchern, nachdem Salzburg aber Martin Hinteregger nach Augsburg ziehen ließ und die Konkurrenz in der Defensive nicht mehr so groß wie noch zuvor ist, darf sich Upamecano einiges ausrechnen. Neben der Bundesliga sind vor allem die UEFA Europa League und die französische Nachwuchsnationalmannschaft gute Präsentierteller, um sein Können unter Beweise zu stellen und Erfahrung zu sammeln.

Er sagt...
"Ich glaube, es war die richtige Entscheidung nach Salzburg zu wechseln. Ich lerne in der guten Umgebung und der guten Atmosphäre sehr viel. Nur das Deutschlernen fällt mir nicht so leicht, aber das werde ich auch hinbekommen."

©Sportsfile
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