Wiener Klubs vor schwierigen Aufgaben

Während Rapid in Bilbao bestehen muss, plagen Austria-Trainer Thorsten Fink gegen Viktoria Plzeň Personalprobleme in der Abwehr.

Mike Büskens hat Respekt vor dem Gegner
Mike Büskens hat Respekt vor dem Gegner ©GEPA

Am zweiten Spieltag der UEFA Europa League haben die beiden Trainer der österreichischen Hauptstadtklubs, SK Rapid Wien und FK Austria Wien, Sorgenfalten auf der jeweiligen Stirn. Der eine, weil der Gegner stark ist, der andere, weil ihn Personalprobleme plagen. 

Der SK Rapid geht als großer Außenseiter in die Begegnung mit Athletic Club aus Bilbao. Im San Mamés Stadion müssen die Grün-Weißen über sich hinauswachsen, sofern sie einen Punkt mitnehmen wollen.

"Was wir hier erleben, ist großer Fußball. Wir werden einen Auftritt in einem Stadion haben, das vom Allerfeinsten ist", meinte Mike Büskens ehrfürchtig bei der Pressekonferenz vor dem Spiel.

"Fußballerisch ist es eine hervorragende Mannschaft. Eine Mannschaft, die früh pressen will, die dir wenig Zeit gibt, um Lösungen zu finden. Sie stehen nicht umsonst auf einem der vordersten Plätze der Primera División", fügte er weiters an.

Um überhaupt eine Chance zu haben, braucht es einen besonderen Tag. "Was Leidenschaft, Kompaktheit und Mut betrifft, werden wir 100 Prozent geben müssen", erklärte Büskens. Kurzfristig muss der Trainer auf den erkrankten Thomas Murg verzichten. Ansonsten wird er wohl seiner Stammelf vertrauen.

An den letzten Auftritt von Rapid auf spanischem Boden will Büskens nicht denken. Im Februar dieses Jahres unterlagen die Hütteldorfer Valencia CF mit 0:7. "So war es gegen Valencia, das heißt nicht, dass es jetzt wieder so sein wird. 

Thorsten Fink hat mit dem FK Austria Wien daheim gegen Viktoria Plzeň die wahrscheinlich leichtere Aufgabe als der Stadtrivale. Eine große Sorge plagt ihn aber dennoch, denn er muss einen Innenverteidiger finden.

Lukas Rotpuller ist gesperrt, Richard Windbichler verletzt, Neuzugang Abdul Kadiri Mohammed hat noch keine Arbeitsgenehmigung und der erst 17-jährige Aleksandar Borković ist krank.

Auch vor dem Gegner hat er Respekt. "Tschechischer Meister, das sagt schon was aus. Aber ich weiß wie sie spielen und wir werden versuchen sie zu schlagen", so Fink. "Es ist eines von sechs besonderen Spielen für uns. Wir wollen punkten, es muss aber alles zusammenpassen", wusste Torhüter Robert Almer.

Bei Viktoria sitzt ein Mann auf der Bank, an den sich vor allem die Rapid-Fans gerne erinnern. Roman Pivarnik war einst Verteidiger beim Erzrivalen und schoss im entscheideneden Spiel um die österreichische Meisterschaft 1996 ein Tor gegen den SK Sturm Graz.

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