Rückblick: Rooneys Traumdebüt gegen Fenerbahçe

Manchester United bekommt es nächste Woche mit Fenerbahçe zu tun. Vor zwölf Jahren trumpfte ein gewisser Wayne Rooney als Debütant bei diesem Duell ganz groß auf.

Wayne Rooney bei seinem Debüt für United im Jahr 2004
Wayne Rooney bei seinem Debüt für United im Jahr 2004 ©Getty Images

Als Fernando Torres im Januar 2011 für rund 57,5 Millionen Euro zu Chelsea wechselte, war die Erwartungshaltung so groß, dass der Spanier meinte: "Es ist so, als müsste ich in Kleidung schwimmen."

Ähnlich muss es Wayne Rooney ergangen sein, als er im September 2004 vor seinem ersten Heimspiel in der UEFA Champions League gegen Fenerbahçe stand. United hatte für seine Dienste knapp 30 Millionen Euro an Everton überwiesen und neben der hohen Ablösesumme musste er sich auch an einer Aussage von Sir Alex Ferguson messen lassen. Der damalige Trainer hatte Rooney nämlich als "besten Spieler Englands der letzten 30 Jahre" bezeichnet.

Die meisten jungen Spieler hätten vor lauter Nervosität wohl kaum ihre beste Leistung abrufen können, nicht so Rooney. Der Torjäger brannte im Old Trafford ein Feuerwerk ab und definierte den Begriff "Traum-Einstand" neu.

Video: Rooney-Gala gegen Fenerbahçe
Video: Rooney-Gala gegen Fenerbahçe

United-Legende Sir Bobby Charlton hatte bei seinem ersten Auftritt (1956) für die Red Devils im Alter von 18 Jahren einen Doppelpack markiert, Rooney legte noch ein Tor drauf. Nach dreimonatiger Pause aufgrund eines Mittelfußbruchs war gegen ihn kein Kraut gewachsen.

Sein erstes Tor im United-Trikot gelang ihm in der 17. Minute, als er die Vorarbeit von Ruud van Nistelrooy mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze vollendete. Seinem zweiten Treffer ging ein dynamisches Solo voraus, nach dem Seitenwechsel krönte er seinen Gala-Auftritt mit einem Freistoßtor.

Fenerbahçe stemmte sich mit aller Macht dagegen und erzielte auch zwei Tore, gegen Rooney fanden die Türken aber kein Mittel. Der Teenager legte kurz vor dem Ende den 6:2-Endstand von David Bellion auf und versetzte das Publikum im "Theatre of Dreams" endgültig in Ekstase.

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